Digitalisierung

Das MDZ bietet Unterstützung bei der Realisierung von Digitalisierungs- und Erschließungsprojekten, entwickelt Open-Source-Software und übernimmt eine Beratungsfunktion in allen Digitalisierungs- und Workflowfragen, insbesondere für die Massen- und Qualitätsdigitalisierung. Das MDZ arbeitet bei der Realisierung von Projekten oft mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen.

Policy des MDZ

Digitalisierung Hohe Qualität und Massendigitalisierung schließen sich am MDZ nicht aus. Dank langjähriger Erfahrung und einer hochwertigen Ausstattung läßt sich beides gleichermaßen realisieren. Angesichts der Aufgabe, Kulturschätze aus 15 verschiedenen Jahrhunderten zu digitalisieren, ist die Beachtung strenger konservatorischer Anforderungen eine Selbstverständlichkeit.

Von der Produktion über die Bereitstellung bis zur Langzeitarchvierung folgen alle Arbeitsschritte in der Digitalisierung konsequent den Praxisregeln im Förderprogramm "Kulturelle Überlieferung" der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Geräte und Workflows werden in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Buchrestaurierung ausgewählt und optimiert. Ziel ist es, Objekte einmal in größtmöglicher Qualität zu scannen und die gewonnenen Bilder vielfältig nachzunutzen, z. B. für die Bereitstellung im WWW, aber auch für Reprints oder für die klassische analoge Schutzverfilmung.

Workflow Digitalisierung

Digitalisierung Das Münchener Digitalisierungszentrum verfügt seit 2004 mit der Zentralen Erfassungs- und Nachweisdatenbank (ZEND) über ein maßgeschneidertes, skalierbares und leistungsfähiges Workflow-Instrument. Die ZEND steuert alle anfallenden Bearbeitungs-, Bereitstellungs- und Archivierungsprozesse weitgehend automatisch, so z. B. Auftragsverwaltung, Image-Konversion, Erschließung, Katalognachweis, Bereitstellung und Langzeitarchivierung der Digitalisate.

Alle Systemkomponenten der ZEND wurden auf Open-Source-Basis realisiert und innerhalb einer verteilten, plattformunabhängigen Hard- und Software-Architektur umgesetzt. XML-Frameworks ermöglichen optional eine Erschließung der Digitalisate durch Suchfunktionen sowie eine logische Gruppierung und Einbindung in übergeordnete Themenportale.

ZEND

ZEND

Die Scanner des MDZ

Das MDZ hat derzeit insgesamt 24 Scan-Systeme im Einsatz (Stand November 2013). Darunter befinden sich folgende Geräte

Treventus Scan Robot 2.0

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Vier Treventus Scan Robot 2.0, die vollautomatisch bis zu 1800 Seiten in der Stunde scannen können. Mit diesen Geräten werden am MDZ Bücher aus dem 16. - 21. Jahrhundert gescannt.

Zeutschel OS14000 A1

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Ein Scanner des Typs Zeutschel OS14000 A1, sowie drei Exemplare des Vorgängermodells OS 10000 A1. Die Geräte sind mit speziellen Buchwiegen ausgestattet und werden in verschiedenen Projekten für die Digitalisierung von Handschriften und alten Drucken eingesetzt.

Zeutschel OS14000 TT A2

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Ein Scanner des Typs Zeutschel OS14000 TT A2, sowie drei weitere des Vorgängermodells OS10000-90 TT. Diese Tischgeräte kommen bei der Digitalisierung von Büchern kleineren Formats zum Einsatz.

Zeutschel OS10000 KT A2

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Zwei Scanner des Typs Zeutschel OS10000 KT A2 ("Grazer Kameratisch") für eine schonende Digitalisierung wertvollster Handschriften und Drucke. Besonderheit dieses Gerätes ist die Buchwiege, welche eine sanfte Fixierung des Objektes ohne mechanische Belastung des Materials ermöglicht.

WKI Thermoscanner

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Der Prototyp eines Thermographie-Scanners zur Digitalisierung von Wasserzeichen, entwickelt am Fraunhofer-Institut für Holzforschung (Wilhelm-Klauditz-Institut) in Braunschweig. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Buch- und Handschriftenrestaurierung sowie der Handschriftenabteilung der BSB erarbeiten MDZ und WKI gerade die Spezifikation für das Gesamtsystem. Mit dieser Technologie kann auf die bisher in diesem Bereich übliche Betaradiografie verzichtet werden. Wasserzeichen in Büchern können nun auf für Mensch und Material schonende Weise digital erfasst werden. Erster Anwendungsfall ist das DFG-geförderte Projekt "Erschließung und Digitalisierung der Blockbücher in bayerischen Sammlungen

book2net V-Scan Cobra

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Ein Scanner des Typs book2net V-Scan Cobra für die Digitalisierung von Büchern, sowie ein Gerät des Typs book2net Kiosk für verschiedene Vorlagen.

Zeutschel OS11000 A0

Ein Gerät des Typs Zeutschel OS11000 A0 für Landkarten, Plakate, Zeitungen und andere großformatige Medien bis zu einer Größe von DIN A0.

Traveller´s Conservation Copy Stand

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Eine mobile Einheit des Typs Traveller´s Conservation Copy Stand 4232 (TCCS 4232), eine Entwicklung des VESTIGIA-Forschungszentrums der Universität Graz. Dieses Gerät wird für die Digitalisierung von Objekten eingesetzt, die aus konservatorischen Gründen oder wegen ihres Wertes ihren Aufbewahrungsort nicht verlassen dürfen. Format: Bis ca. 42x32 cm, Auflösung: Abhängig von der verwendeten Kamera

Nikon Super Coolscan 9000 ED

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Ein Gerät des Typs Nikon Super Coolscan 9000 ED für die hochauflösende Digitalisierung von Film- und Fotomaterial aller Art.

Hasselblad H4D-50MS Digital Camera

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Eine Digitalkamera Hasselblad H4D-50MS für hochwertige Fotoaufnahmen.

V. 3.5.6.1 | 03.04.2014