Das Nibelungenlied

Die Münchener Nibelungen-Handschrift A stellt ein einfaches Gebrauchsbuch dar. Die starken Benutzungsspuren lassen auf einen häufigen Gebrauch schließen. Aus älteren, nur mündlich überlieferten Sagen erhielt das Nibelungenlied um 1200 eine erste schriftliche Fassung durch einen unbekannten Dichter. Dieser arbeitete vermutlich am Hof des Passauer Bischofs Wolfger von Erla. Der historische Kern der Dichtung ist der Untergang der Burgunder. Das ganze Sagengut reicht letztlich in die Völkerwanderungszeit zurück.
Das Lied ist in elf vollständigen Handschriften und 23 Fragmenten überliefert. Von den drei vollständigen Texten stellt die Münchener Handschrift die kürzeste dar. Zwei Hauptschreiber zeichneten in vereinfachten gotischen Buchschriften den Text Platz sparend auf. Seinen sprachlichen Besonderheiten nach zu schließen ist die Dichtung im alpenländischen Raum geschrieben worden. Die Bayerische Staatsbibliothek erhielt die Handschrift 1810 im Tausch gegen Inkunabeldubletten.

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Pracht auf Pergament - Buchmalerei von 780 bis 1180

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V. 3.6.5 | 09.10.2014