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Digitalisate zur Ausstellung "Paul Heyse – Ein Liebling der Musen (1830-1914)"

Digitalisate zur Ausstellung Anlässlich des 100. Todestages des Schriftstellers präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek vom 4. April bis zum 22. Juni 2014 die Ausstellung „Paul Heyse – Ein Liebling der Musen (1830-1914)“. Im Mittelpunkt stehen Quellen aus Heyses umfangreichem Nachlass, den der Schriftsteller selbst und seine Witwe Anna nach und nach der Bayerischen Staatsbibliothek übergaben. Person und Werk des Literaturnobelpreisträgers, der 60 Jahre lang in München wohnte und wirkte, werden anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt und sollen anregen, sich neu mit dem in Vergessenheit geratenen Literaten zu beschäftigen.
Höhepunkt der Ausstellung ist Paul Heyses Nobelpreis-Urkunde für Literatur, die er 1910 als erster deutscher Schriftsteller retrospektiv für sein Gesamtwerk erhielt. Gezeigt werden des Weiteren Briefe, Fotos, Glückwünsche zu verschiedenen Anlässen, Liederbücher und vieles mehr.
Das Münchener Digitalisierungszentrum präsentiert anlässlich der Ausstellung an dieser Stelle eine Auswahl von Digitalisaten aus dem Nachlass und Werk von Paul Heyse.

Die Carmina Burana

Die Carmina BuranaDie „Beurer Lieder“, eine einzigartige Anthologie von Lied- und Dramentexten des 11. und 12. Jahrhunderts, sind in einer einzigen Handschrift und in einem weiteren Fragment überliefert. Sie wurden 1803, während der Säkularisation, durch Johann Christoph von Aretin in der Klosterbibliothek Benediktbeuern entdeckt und kamen in die königliche Hofbibliothek nach München. Die von Johann Andreas Schmeller 1847 herausgegebene Ausgabe inspirierte den Musiker Carl Orff zu seiner weltbekannten Neuvertonung von 1935/36. Heute werden die Carmina Burana in der Bayerischen Staatsbibliothek bewahrt; 2014 wurden sie vollständig digitalisiert.

Die Ottheinrichbibel

Die OttheinrichbibelDie großformatige Prachthandschrift des Neuen Testaments wurde um oder kurz nach 1430 im Auftrag Herzog Ludwigs VII. von Bayern-Ingolstadt geschaffen. Der deutsche Bibeltext wurde damals vollständig geschrieben, die Aussparungen für die Bilder mit Maleranweisungen in lateinischer Sprache versehen. Doch wurde der Buchschmuck von drei Regensburger Meistern oder Werkstätten nur auf etwa einem Fünftel der 307 Pergamentblätter vollendet. Die übrigen Miniaturen und Initialen ergänzte in den Jahren 1530 bis 1532 der Lauinger Künstler Mathis Gerung im Auftrag von Ottheinrich von Pfalz-Neuburg.
Die Ottheinrich-Bibel ist die früheste illustrierte Handschrift eines Neuen Testaments in deutscher Sprache, die uns erhalten blieb. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde sie zweimal als Kriegsbeute verschleppt, 1622 aus Heidelberg nach München und 1632 weiter nach Weimar, von wo sie bald darauf nach Gotha gelangte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die zeitweise auch als „Gothaer Bibel“ bekannte Handschrift in acht Teilbände zerlegt. Die Bände 1, 2 und 7 erwarb die Bayerische Staatsbibliothek im Jahr 1950, von Band 1 und 2 erschien 2002 eine Faksimile-Ausgabe. Die übrigen fünf Bände wurden 2007 mit freundlicher Unterstützung des Herzoglich Sachsen Coburg und Gotha’schen Hauses aus den Sammlungen der Herzog von Sachsen Coburg und Gotha’schen Stiftung für Kunst und Wissenschaft erworben. Den Einband überließ die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha der Bayerischen Staatsbibliothek als Dauerleihgabe.
Der Ankauf wäre nicht möglich gewesen ohne den erheblichen Einsatz des Freistaats Bayern und eine breite, engagierte Finanzierungskoalition. Zu ihr gehören der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturstiftung der Länder, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Stiftung Propter Homines, die Freiberger Stiftung sowie die Erzdiözese München und Freising, das Bibelhaus Erlebnismuseum Frankfurt und private Spender.

Alle Seiten der Bibel sind vom Faksimile Verlag Luzern, der bereits im Jahr 2002 ein Faksimile von Teilband 1 und 2 herausgegeben hat, hochwertig digitalisiert worden (Faksimile Verlag Luzern, Bd. 1 u. 2: farbige Digitalsate folgen in Kürze.)

Pracht auf Pergament - Buchmalerei von 780 bis 1180

Pracht auf Pergament - Buchmalerei von 780 bis 1180Mit 72 höchstrangigen Handschriften aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek und drei herausragenden Exponaten der Staatsbibliothek Bamberg präsentierte die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München vom 19.Oktober 2012 bis 13. Januar 2013 einen breiten Überblick auf die frühesten und wertvollsten Zeugnisse deutscher Buchmalerei von der karolingischen über die ottonische Kunst bis zur Romanik. Diese 75 Codices zählen zu den größten kulturellen und künstlerischen Leistungen ihrer Epochen. Das MDZ widmet dieser Ausstellung eine eigene Website und präsentiert dort vollständige Digitalisate der meisten Exponate.

Das Nibelungenlied

Das NibelungenliedDie Münchener Nibelungen-Handschrift A stellt ein einfaches Gebrauchsbuch dar. Die starken Benutzungsspuren lassen auf einen häufigen Gebrauch schließen. Aus älteren, nur mündlich überlieferten Sagen erhielt das Nibelungenlied um 1200 eine erste schriftliche Fassung durch einen unbekannten Dichter. Dieser arbeitete vermutlich am Hof des Passauer Bischofs Wolfger von Erla. Der historische Kern der Dichtung ist der Untergang der Burgunder. Das ganze Sagengut reicht letztlich in die Völkerwanderungszeit zurück.
Das Lied ist in elf vollständigen Handschriften und 23 Fragmenten überliefert. Von den drei vollständigen Texten stellt die Münchener Handschrift die kürzeste dar. Zwei Hauptschreiber zeichneten in vereinfachten gotischen Buchschriften den Text Platz sparend auf. Seinen sprachlichen Besonderheiten nach zu schließen ist die Dichtung im alpenländischen Raum geschrieben worden. Die Bayerische Staatsbibliothek erhielt die Handschrift 1810 im Tausch gegen Inkunabeldubletten.

Die Weltchronik von Hartmann Schedel

Die Weltchronik von Hartmann SchedelBei dem „wohl ehrgeizigste(n) Buchunternehmen der Inkunabelzeit“ (B. Wagner) wirkten mehrere Nürnberger Bürger als Geldgeber, Künstler, Literaten oder Drucker mit. Hartmann Schedel selbst übernahm die Textgestaltung, bei der er zum großen Teil auf ältere Werke zurückgriff. Die Illustrationen fertigten die berühmten Kunsthandwerker Michael Wohlgemut und Wilhelm Pleydenwurff. Unter der Leitung von Anton Koberger benötigten für die über 1800 Illustrationen 100 Setzer und Drucker an 18 Pressen fünfzehn Monate. Die lateinische Edition verbreitete sich in ganz Europa. 800 Exemplare haben sich bis heute noch erhalten.
In der Bayerischen Staatsbibliothek befindet sich das wichtigste Exemplar, das Handexemplar von Hartmann Schedel. Darin klebte der Humanist zahlreiche Miniaturen, Holzschnitte und Kupferstiche ein und sorgte so für ihre Erhaltung.

Quellen zur Geschichte der Familie Fugger

Quellen zur Geschichte der Familie FuggerDie 1367 nach Augsburg zugewanderte Weberfamilie Fugger stieg im 15. und 16. Jahrhundert zu einem der mächtigsten Handelshäuser Europas auf. Anfang des 16. Jahrhunderts in den Adelsstand erhoben, zogen sich die Fugger seit der zweiten Jahrhundertshälfte mehr und mehr aus dem Geschäftsleben zurück. In den Jahrzehnten nach 1600 gingen sie zu einem adligen Lebensstil über. 2009 erwarb die Bayerische Staatsbibliothek zwei hochrangige Bücher zur Familiengeschichte der Fugger.

Die Gutenberg-Bibel

Die Gutenberg-BibelAus einem Brief des Enea Silvio Piccolomini, des späteren Papstes Pius II. , der als kaiserlicher Rat am Reichstag von Frankfurt teilgenommen hatte und dabei Probeseiten des ersten Bibeldrucks gesehen hatte, erfahren wir, dass der Bibeldruck 1454 schon weit fortgeschritten war. 1455 war die Auflage von 158 oder 180 Exemplaren fast vollständig verkauft. Als Textgrundlage des Meisterwerks aus der Offizin von Gutenberg diente eine Handschrift des Pariser Standardtexts der lateinischen Vulgata. Ein Teil der Ausgabe wurde auf Pergament gedruckt, der größere Teil auf dem preiswerteren Papier. Gutenberg hatte sich nach längerem Überlegen für eine Zahl von 42 Zeilen pro Seite entschieden. Sie gab der Bibel die Bezeichnung die "zweiundvierzigzeilige Bibel". Ein Exemplar dieser Serie befindet sich im Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek und ist als vollständigg digitalisierte Fassung verfügbar.
Die Gutenberg-Bibel der Bayerischen Staatsbibliothek ist eines von 49 erhaltenen Exemplaren. Sie gelangte aus dem Benediktinerkloster Andechs 1803 nach München. Einträge des Benediktiners Ulrich Kaegerl von Landau († 1505) deuten darauf hin, daß die Bibel ursprünglich vom Kloster Tegernsee erworben wurde. Das Exemplar ist mit farbigen Initialen und Randleisten ausgestattet. Eine Besonderheit des Münchener Exemplar ist die ‚tabula rubricarum’, eine Liste der roten Überschriften, die in die Bibel nach Abschluß des Drucks von Hand eingetragen werden sollten. Diese Liste ist nur noch in einem Exemplar der ÖNB Wien erhalten. Das Münchener Exemplar wurde im Herbst 2005 von einem Team des Humanities Media Interface Project der Keio-Universität Tokio digitalisiert. Die beiden Bände und das Rubrikenverzeichnis können über den elektronischen Inkunabelkatalog BSB-Ink online eingesehen werden.

Wolfram von Eschenbachs Parzival

Wolfram von Eschenbachs ParzivalDer in ca. 84 Handschriften und Fragmenten erhaltene Versroman zeigt die Beliebtheit dieses 24.000 Verse umfassenden mittelalterlichen Werkes, das die auf altfranzösischen Quellen beruhende Geschichte Parzivals erzählt. Es zählt zu den am „besten erhaltenen mittel- hochdeutschen Dichtungen“ (Unger). Blatt 7r zeigt als Einzelseite die einfache Gebrauchshandschrift auf Pergament geringerer Qualität. Der Text ist Platz sparend dreispaltig in deutlich eiliger Schrift aufgezeichnet, die den Urkundenschriften nahe steht. Sechs verschiedene Schreiber haben an der Aufzeichnung gearbeitet. Namen und Ort konnten bisher nicht genauer bestimmt werden.
Auf der letzten Seite des Codex ist der Inhalt von Buch 16 in drei Miniaturen dargestellt. Das Festmahl im oberen Bildstreifen gibt die Feier auf der Gralsburg anlässlich der Rückkehr von Parzival und seines Halbbruders Feirefiz wieder. Das Reiterbild im Mittelteil zeigt die Begegnung von Parzival mit seiner zur Gralsburg ziehenden Gemahlin. Unten ist die Taufe von Feirefiz, der erst als Christ den Gral erkennt, dargestellt. Das auf der rechten Seite dargestellte zerschlagene Götzenbild macht die Abkehr vom Heidentum sichtbar. Eine genauere Untersuchung von Text und Bild legt nahe, dass beide Bereiche auch unabhängig voneinander aufgenommen werden konnten. Zahlreiche überkommene Wandmalereien in Kirchen und profanen Bauten lassen eine enge Verwandtschaft mit dieser Art von Miniaturen erkennen.
Die Handschrift ist seit früher Zeit in Bayern. Da sie viel gelesen wurde, weist sie starke Gebrauchsspuren auf. Die Staatsbibliothek erhielt sie 1578 als Geschenk. Der Kodex wurde Grundlage für die von Karl Lachmann 1824 erstellte Edition, die bis heute gültig ist.

Babylonischer Talmud

Babylonischer TalmudDer nach der Bibel wichtigste Text des Judentums ist der „Talmud“. Er besteht aus der Mischna, den schriftlich niedergelegten Unterweisungen der jüdischen Gesetzeslehrer zur Thora (die Fünf Bücher Mose), und der Gemara, der kommentierenden Literatur zu der in späteren Zeiten nicht mehr verstandenen Mischna. Etwa im 6./7. Jahrhundert erfolgte die Endredaktion des Babylonischen Talmuds.
Die christliche Feindschaft gegenüber dem talmudischen Schrifttum führte im Mittealter immer wieder zur Vernichtung und Verbrennung von Talmudhandschriften. Das in der Bayerischen Staatsbibliothek vorhandene Exemplar ist daher der einzige nahezu vollständig erhaltene Talmud überhaupt und stellt daher das Spitzenstück der hebräischen Handschriften dar. Den beiden Kolophonen (Angaben zu Titel, Ort und Erscheinungsdatum) nach zu schließen, wurde die Handschrift wahrscheinlich in Frankreich 1342 abgeschlossen. Bis gegen 1772 war das Werk im Besitz der jüdischen Familie Ulma, die in Pfersee bei Augsburg wohnte.

Reichenauer Evangeliar

Reichenauer EvangeliarNicht nur wegen des Einbandes aud Gold, Edelsteinen und Perlen gilt das Reichenauer Evangeliar als eines der prachtvollsten Werke der ottonischen Zeit und als ein herausragendes Zeugnis mittelalterlicher Kunstfertigkeit. Herkunft und ursprüngliche Bestimmung dieser Handschrift sind unbekannt. Entstanden ist sie wohl am Anfang des 11. Jahrhunderts; vermutlich handelt es sich um eine Schenkung von Heinrich II. an den Bamberger Dom. Im Jahre 1803 kam die Handschrift im Zuge der Säkularisation nach München.
Pergament, III + 258 + V Bl., 30,5 × 23,5 cm, Herkunft: Reichenau, Anfang 11. Jh., Signatur: Clm 4454

Das Perikopenbuch Heinrichs II. (Clm 4452)

Das Perikopenbuch Heinrichs II. (Clm 4452)Das Perikopenbuch Heinrichs II. (Clm 4452) ist ein Hauptwerk der ottonischen und Reichenauer Buchmalerei und zählt damit zu den bedeutendsten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek; 2003 wurde es von der UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen.

Philipp Apian - Die Vermessung Bayerns

Philipp Apian - Die Vermessung BayernsHeute (2013) vor 450 Jahren übergab Philipp Apian (1531-1589) sein kartografisches Meisterwerk, die „Große Karte“ von Bayern, an Herzog Albrecht V. Eine Ausstellung der Bayerischen Vermessungsverwaltung in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek zeigt von November 2013 bis Februar 2014 diesen Meilenstein der Vermessung und Kartografie Bayerns vor seinem zeitgeschichtlichen Hintergrund. An dieser Stelle werden verschiedene Digitalisate von Werken aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek präsentiert, die in der Ausstellung erwähnt oder im Original gezeigt werden.

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