Handschriften (griechische - Cod.graec.)

Handschriften (griechische - Cod.graec.)

Der griechische Handschriftenfonds der Bayerischen Staatsbibliothek umfasst rund 650 Codices und ist damit, nach dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, die zweitgrößte Sammlung im deutschsprachigen Raum. Der Münchener Fonds ist seit langem in der internationalen Gelehrtenwelt bekannt und wegen seiner Qualität immer rege benutzt worden. Seine Bedeutung im Rahmen der deutschen Kulturgeschichte ist anerkannt und in der Literatur vielfach belegt.

Der Münchener Bestand war jedoch bis vor wenigen Jahren nur im mittlerweile veralteten, von Ignaz Hardt in den Jahren 1806 bis 1812 erstellten fünfbändigen Katalog vollständig erschlossen. Da der Gesamtbestand griechischer Handschriften weltweit überschaubar und die Forschung auf dem Gebiet griechischer Paläographie, Kodikologie und Filigranologie seit ihren Anfängen landesübergreifend ist, ist eine vollständige Neubearbeitung des Münchener Fonds national und international ein dringendes Desiderat. Die seit 1992 kontinuierlich betriebene Katalogisierung soll dies erfüllen und so eine Einordnung der Münchener Sammlung in den durchaus überschaubaren „Weltgesamtbestand“ an griechischen Codices ermöglichen. Von dem auf zehn Bände angelegten Katalog sind bisher Band 1 (2004), Band 2 (2013), Band 3 (2003), Band 4 (2012) mit Beschreibungen der Cod.graec. 1-265 sowie Band 10,1 (2002) mit einem Überblick über die Geschichte der Münchener Sammlung griechischer Handschriften bis zur Säkularisation 1803 erschienen. Mit der Arbeit am fünften Band wurde 2009 begonnen.

Im Rahmen des Katalogisierungsprojekts werden mit Unterstützung der DFG die griechischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in Auswahl digitalisiert.


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(Zeitraum 950 - 1990)

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