Händel, Georg Friedrich

Händel, Georg Friedrich

Georg Friedrich Händel (1685-1759), der große Barock-Komponist aus Halle an der Saale, erfreut sich heute in erster Linie mit seinen etwa 30 Oratorienwerken und über 40 erhaltenen italienischen Opern einer großen internationalen Popularität und Aufführungshäufigkeit. Sein immenses Gesamtschaffen wurde in der berühmten Ausgabe des Musikwissenschafters und Händel-Biographen Friedrich Chrysander (1826-1901) erstmals unter modernen quellenkritischen Editionsverfahren repräsentiert.
Im Alleingang erarbeitete Chrysander seine Händel-Gesamtausgabe, die zu seinem Lebenswerk wurde: Zwischen 1858 und 1902 erschienen die rund einhundert Bände unter dem Namen der eigens zu diesem Zweck gegründeten "Deutschen Händel-Gesellschaft". Chrysander übernahm dabei nicht nur die redaktionelle Arbeit und Finanzierung der Ausgabe, sondern auch ihre vollständige technische Herstellung in einer eigenen Notenstecherei und -druckerei. (Einige posthum veröffentlichte Bände erschienen unter dem Herausgeber Max Seiffert.) Chrysanders erstmals auf quellenkritischer Grundlage beruhende Ausgabe, für die er v.a. auf die originalen Direktionspartituren zurückgriff, gilt als Pioniertat für die historische Aufführungspraxis barocker Musik und stellt bis heute die vollständigste Gesamtausgabe Händelscher Werke dar. Als Besonderheit ist sämtlichen Oratorienpartituren ein Klavierauszug beigefügt.

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(Zeitraum 950 - 1990)

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