Digitale Sammlungen / Digitale Bibliothek - Münchener Digitalisierungszentrum

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Es sind 952.250 Titel online
[20.06.2013]


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MDZ-News

 

Bayerns historische Kartenwerke im mobilen Internet

Seit heute bietet die neue App "Bayern in historischen Karten" der Bayerischen Staatbibliothek ein digitales Erlebnis der besonderen Art: Per Tablet und Smartphone kann man eine faszinierende Zeitreise durch Bayerns historische Karten antreten. ?Bayern in historischen Karten? steht ab 29.04.2013 zunächst im App-Store Apples zur Verfügung, im Sommer auch über GooglePlay.
[29.04.2013]

bavarikon - Kultur und Wissensschätze Bayerns

Heute wurde bavarikon, das Portal zur Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern, offiziell in einer Beta-Version freigeschaltet Es präsentiert digitale Kunst-, Kultur- und Wissensschätze aus knapp 20 bayerischen Einrichtungen. Für die technische Entwicklung und den Betrieb von bavarikon ist die Bayerische Staatsbibliothek mit seinem Münchener DigitalisierungsZentrum verantwortlich. www.bavarikon.de
[16.04.2013]

Bildersuche in digitalen Massendaten - Innovationsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek und des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts geht online

Ein Gemeinschaftsprojekt des Münchner Digitalisierungszentrums und des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts Berlin eröffnet neue Perspektiven für Wissenschaft und Bildung: die Ähnlichkeitsbasierte Bildsuche über große digitale Datenbestände. Die neue Bildähnlichkeitssuche, die in dieser Form eine Weltneuheit darstellt, kann als beispielhaftes Modell eines nicht-textbasierten Zugangs zum kulturellen Erbe gelten. Bildähnlichkeitssuche
[26.03.2013]

Neu entwickelter 3D-BSB-Explorer in der Ausstellung Pracht auf Pergament

Der 3D-BSB-Explorer ist ein innovatives, gestengesteuertes Präsentationssystem, das gemeinsam vom Münchener DigitalisierungsZentrum der Bayerischen Staatsbibliothek und dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut entwickelt worden ist. Das Gerät dient der dreidimensionalen Präsentation einzigartiger Handschriften und seltener Drucke. Derzeit wird der 3D-BSB-Explorer im Rahmen der Ausstellung Pracht auf Pergament. Schätze der Buchmalerei von 780 bis 1180
[22.10.2012]

Neue Veröffentlichungen

Die NeuzugängeNeuzugänge des Tages in den Digitalen Sammlungen.
[20.06.2013]

Newsweitere News


 



Reichenauer Buchmalerei

Reichenauer BuchmalereiDie Benediktinerabtei Reichenau besaß im 10. und 11. Jahrhundert die wohl größte und einflussreichste europäische Malschule. In ihrer Hauptblütezeit zwischen etwa 970 und 1010/20 entstanden dort im Auftrag der höchsten Kreise der damaligen Gesellschaft - Reichsbischöfe, Könige und Kaiser - eine Reihe meist liturgischer Prachthandschriften.

Mit lebhafter künstlerischer Phantasie und innovativer Kraft schufen Mönche große Kunstwerke, deren Schönheit und Vollkommenheit noch heute faszinieren. Als Inspirationsquellen dienten ihnen sowohl die karolingische Buchmalerei der Hofschule Karls des Großen als auch altchristliche und byzantinische Vorlagen. Die Forschung ordnet die Codices in Gruppen, die nach Schreibern, Künstlern oder Auftraggebern benannt sind.

Neben der Eburnant- und der Ruodprecht-Gruppe ist v.a. die Liuthar-Gruppe zu nennen. Ihr gehören die Prachthandschriften an, die die höchste Blüte der Reichenauer Malschule darstellen. Zu den kostbarsten Werken, die Kaiser Heinrich II. dem Bamberger Dom schenkte, zählen vermutlich die drei Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek. Das Evangeliar Ottos III. (Clm 4453) mit Prachteinband und luxuriöser Ausstattung wurde im Auftrag des Kaisers angefertigt. Es weist neben einer doppelseitigen Huldigung der Provinzen an den thronenden Kaiser u.a. einen chronologisch angelegten Bilderzyklus zum Leben Christi (29 hochformatige ganzseitige Miniaturen auf Goldgrund) auf. Als Hochleistung der Reichenauer Buchmalerei gelten die Darstellungen der vier "visionären" Evangelisten. Das Evangeliar aus dem Bamberger Dom (Clm 4454) zeichnet sich durch ikonographische Besonderheiten aus, z.B. die Darstellung Christi im Lebensbaum umgeben von den Evangelistensymbolen und den Paradiesflüssen. In den Kanontafeln erscheinen die Tierkreiszeichen - eine ungewöhnliche, für die Malerei der Reichenau einmalige Verbindung. Das Perikopenbuch Heinrichs II. (Clm 4452) zeigt neben dem Widmungsbild, der Krönung Heinrichs und seiner Gemahlin Kunigunde durch Christus, einen Zyklus von 23 Miniaturen zum Neuen Testament. Besonders in den zweiseitigen Darstellungen kommen die monumentalen, ausdrucksstarken Figuren zur Geltung.

Die drei Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek wurden Ende 2003 mit weiteren sieben, in anderen Bibliotheken befindlichen, illuminierten Handschriften von der Klosterinsel Reichenau im Bodensee in das Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen. Die Codices repräsentieren in herausragender Weise die ottonische Buchmalerei Deutschlands. Sie wurden wegen ihrer Stellung im Skriptorium, ihrer künstlerischen Neuerungen im Buchschmuck und den Darstellungsthemen der Miniaturen und ihrer Aussagekraft für die religiöse, politische und kulturgeschichtliche Situation ihrer Zeit ausgewählt. Sie stehen auch vertretend für jede weitere ottonische Handschrift der Reichenau.

Memory of the World - Gedächtnis der Menschheit wurde 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen. Ziel dieses Programms ist es, historisch und kulturell bedeutsame Dokumente weltweit zugänglich zu machen und vor Vergessen oder Zerstörung zu bewahren.

Status: laufend


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