Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts mit mehrstimmiger Musik in der BSB
Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt mit ca. 1.800 Notendrucken des 16. und 17. Jahrhunderts, die mehrstimmige vokale oder instrumentale Musik enthalten, einen der größten Bestände aus der Frühzeit des Notendrucks. Er fußt auf dem Gründungsbestand der Hofbibliothek der Bayerischen Herzöge im 16. Jahrhundert und wurde in der Folgezeit kontinuierlich erweitert. Die Notendrucke sind in der internationalen Quellenbibliographie Répertoire International des Sources Musicales (RISM) nachgewiesen.
Seit Februar 2012 werden sie innerhalb des DFG-Projektes „Die Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts mit mehrstimmiger Musik in der BSB: Digitalisierung und Online-Bereitstellung“ einschließlich der Bindematerialien hochauflösend farbig digitalisiert und online frei zur Verfügung gestellt.
Die älteren überlieferten Notendrucke wurden überwiegend in der Form von Stimmendrucken, sog. ‚Stimmbüchern’ publiziert. Im Bestand der BSB sind dabei in den meisten Fällen mehrere verschiedene Werke (d.h. bis zu 20 verschiedene Notendrucke) in Form eines Sammelbandes für jeweils die gleiche Stimme (z.B. Cantus) zusammengebunden. Für die Bildschirm-Anzeige der Stimmbücher wird ein spezieller Viewer entwickelt, der eine simultane Darstellung der zusammengehörenden Stimmen auf einem Bildschirm in verschiedenen Bereichen des Browserfensters ermöglichen soll.
Die übrigen Notendrucke sind Tabulaturen, Chanson- und Gesangbücher sowie vereinzelte Chorbücher, Partituren und theoretische Werke. Sie sollen mit dem standardmäßigen DFG-Viewer für die Ansicht einer einzelnen oder zweier gegenüberliegender Seiten zur Anzeige gebracht werden.
Die um bibliographische Angaben und Links zur Digitalen Bibliothek ergänzten Katalogisate sind im OPACplus und im FachOPAC Musik der Bayerischen Staatsbibliothek recherchierbar.
Die derzeitige Präsentation im DFG-Viewer wird im Jahr 2014 um einen neu entwickelten, auf die Darstellung von Stimmbüchern spezialisierten Viewer ergänzt.
Status: laufend
Förderung: DFG
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