Druckgraphische Buchillustrationen des 15. Jahrhunderts - Inkunabeln
Aus 76 meist deutschsprachigen Inkunabeln der Bayerischen Staatsbibliothek wurden unmittelbar vom Original 6377 Seiten mit Illustrationen digitalisiert. In der Mehrzahl handelt es sich um schwarzweiße, gelegentlich aber auch um kolorierte Holzschnitte. Die Digitalisate wurden mit der kunsthistorischen Klassifikation IconClass ikonographisch erschlossen.
Die digitalisierten Seiten können über den elektronischen Inkunabelkatalog (BSB-Ink online) aufgerufen werden. Dabei ist auch eine Recherche nach Bildinhalten möglich.
Status: abgeschlossen
Förderung: DFG
Recherchemöglichkeiten: Bildinhalte (Erschließung nach IconClass)
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Gutenberg-Bibel
Die Gutenberg-Bibel der Bayerischen Staatsbibliothek ist eines von 49 erhaltenen Exemplaren dieses bedeutenden Druckwerks. Sie gelangte aus dem Benediktinerkloster Andechs 1803 nach München. Einträge des Benediktiners Ulrich Kaegerl von Landau († 1505) deuten darauf hin, daß die Bibel ursprünglich vom Kloster Tegernsee erworben wurde. Das Exemplar ist mit farbigen Initialen und Randleisten ausgestattet. Eine Besonderheit des Münchener Exemplar ist die ‚tabula rubricarum’, eine Liste der roten Überschriften, die in die Bibel nach Abschluß des Drucks von Hand eingetragen werden sollten. Diese Liste ist nur noch in einem Exemplar der ÖNB Wien erhalten.
Das Münchener Exemplar wurde im Herbst 2005 von einem Team des Humanities Media Interface Project der Keio-Universität Tokio digitalisiert. Die beiden Bände und das Rubrikenverzeichnis können über den elektronischen Inkunabelkatalog BSB-Ink online eingesehen werden.
->Weitere Informationen zum Projekt
Kooperationspartner: Humanities Media Interface Project der Keio-Universität Tokio
Status: abgeschlossen
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Inkunabeln (Wiegendrucke)
Die Bayerische Staatsbibliothek verwahrt eine der weltgrößten Sammlungen an Drucken des 15. Jahrhunderts. Im Rahmen von Erschließungsprojekten und aufgrund von Benutzerbestellungen wurden digitale Reproduktionen von Einzelseiten und vollständigen Ausgaben hergestellt. Die Digitalisate sind im elektronischen Inkunabelkatalog BSB-Ink online nachgewiesen.
Zu den bereits digitalisierten Bestandsgruppen zählen:
- Druckgraphische Buchillustrationen des 15. Jahrhunderts (Einzelseiten mit zusätzlicher Recherchemöglichkeit nach Bildinhalten)
- Einblattdrucke (vollständiger Bestand)
- Wiegendrucke von besonderer Bedeutung, darunter die Gutenberg-Bibel und die Schedelsche Weltchronik (Nachdruck Augsburg 1500)
Seit Frühjahr 2008 werden im Rahmen eines mehrjährigen DFG-Projekts alle 9700 Inkunabelausgaben der BSB anhand eines Exemplars vollständig digitalisiert. Das Projekt beginnt mit illustrierten Ausgaben, deren Illustrationen mit Icon-Class erschlossen werden.
Die digitalisierten Inkunabelausgaben werden auch im bayerischen Verbundkatalog und im BSB-OPAC nachgewiesen.
Kooperationspartner:
Status: laufend
Förderung: DFG
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Schedel, Hartmann: Liber chronicarum
Die Weltchronik des Nürnberger Arztes und Humanisten Hartmann Schedel (1440-1514) wurde 1493 bei Anton Koberger in Nürnberg in einer lateinischen und einer deutschen Ausgabe herausgebracht. Die Originalausgabe der Weltchronik ist mit mehr als 1800 Holzschnitten illustriert, die nach Zeichnungen Hans Pleydenwurffs, Michael Wolgemuts und vielleicht auch Albrecht Dürers angefertigt wurden.
Die vorliegende deutsche Ausgabe mit der Übersetzung Georg Alts erschien 1500 bei Johann Schönsperger in Augsburg und gehört zu den gekürzten oder vereinfachten Nachdrucken, die aber um ca. 350 Holzschnitte vermehrt wurden. Im Vergleich zu den vielfach doppelseitigen Städteansichten der Erstausgabe waren die kleinformatigen Holzschnitte des Nachdrucks drucktechnisch leichter zu handhaben, was die Herstellung beschleunigt und verbilligt haben dürfte.
Bibliografische Angaben:
[Schedel, Hartmann: Liber chronicarum. Das buch Der Croniken unnd geschichten. Aus dem Lat. übers. von Georg Alt. Mit Beiträgen von Hieronymus Münzer. Augsburg: Johann Schönsperger, 1500]
Status: abgeschlossen
Förderung: DFG
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