Prey, Johann Michael Wilhelm von: Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels
Die von Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747) erarbeitete „Bayrischen Adls Beschreibung“ ist die umfangreichste Sammlung von Genealogien alter bayerischer Adelsfamilien überhaupt. Das mit 33 Foliobänden recht umfangreiche Werk, welches der Freisinger Hofkammer-Direktor unter Zuhilfenahme älterer Arbeiten des Freisinger Fürstbischofs Johann Franz Eckher von Kapfing (1649-1727) „vermehret, mit Wappen gezieret und in die gegenwerhtige ordnung gebracht“ hat, nennt und beschreibt mehr als 2500 Familiennamen. Allerdings blieb es ein Fragment: bedeutende Geschlechter wie die Nothafft, Ortenburg oder Seyboltstorff, aber auch weniger bedeutende, jedoch recht bekannte wie die Münchauer, Reitorner, Tunz oder Zachreis fehlen ganz oder sind nur mit ihrem Wappen und wenigen Sätzen erwähnt. Demgegenüber findet sich in Preys Sammlung jedoch manche Familie, die man ihrer Bedeutung oder ihrer Landeszugehörigkeit nach dort nicht vermuten würde.
Die Prey’schen Adelsbeschreibungen sind – nach den Möglichkeiten und der historischen Methode ihrer Zeit – eine Kompilation aus eigenen und fremden genealogischen Arbeiten sowie von Exzerpten aus Urkunden, Chroniken und Wappenbüchern, weshalb die einzelnen Familienartikel hinsichtlich ihrer Ausführlichkeit, Genauigkeit und Darstellungsform recht unterschiedlich sind.
Eine Übersicht über die in der „Adls Beschreibung“ vertretenen Familiennamen wurde erarbeitet von: Niklas Frhr. von Schrenck und Notzing, Register zur bayerischen Adelsgenealogie, München 1974 (Genealogia Boica 4). [Im Handschriftenlesesaal der Bayerischen Staatsbibliothek unter der Signatur Hbh/Ce 315]
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Preysing, Johann Maximilian Emanuel von: Tagebücher
Johann Maximilian Emanuel von Preysing (1687-1764) gehört als bayerischer Staatsbeamter und Minister zu den einflußreichsten Persönlichkeiten der bayerischen Politik des 18. Jahrhunderts.
Aus Preysings Nachlaß haben sich 38 Taschenkalender erhalten, die sich heute im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek befinden (Signatur Cod.germ. 5456). Dabei handelt es sich um Ausgaben des im 18. Jahrhundert in Bayern gebräuchlichen 'Schreib-Calender auf ein besondere Form und Weiß allen Obrigkeiten, Kauff- und Handels-Leuthen, auch männiglich zum täglichen Nutz also eingericht', der in München durch den Kurfürstlichen Hofbuchdrucker und -händler Heinrich Theodor von Cölln (später durch Franz Joseph Thuille) verlegt wurde und neben dem Kalendarium viele regionalspezifische Informationen enthielt.
Die ca 20 x 15 cm großen Bände hat Preysing in den Jahren 1717 bis 1763 mit persönlichen Notizen und Termineinträgen gefüllt. Sie dokumentieren, mit einigen Lücken, mehr als 40 Jahre des Lebens und Schaffens Preysings.
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