Quellen und Quelleneditionen für die geschichtswissenschaftliche Forschung

Mikrofilmguides

Mikrofilmguides

Die Akten des britischen Außen- bzw. Kolonialministeriums stellen für die Geschichte vieler Länder eine der wichtigsten Außenquellen dar. Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt umfangreiche Mikroverfilmungen dieser Akten zu Russland (1883-1948) und Japan (1856-1951), aber auch zu den USA (1930-1948) und Palästina (1927-1934).

Die Findmittel (Guides) zu diesen Verfilmungen sind für die Benützung unverzichtbar, da es sich um ca. zwei Millionen Seiten an Archivalien handelt. Im Zusammenspiel mit dem ‘Verzeichnis der Mikroformen zur Geschichte in der Bayerischen Staatsbibliothek’, in dem auch die Signaturen der einzelnen Verfilmungen angegeben sind, bieten die digitalisierten und durchsuchbaren Guides nun eine verbesserte Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen und die gewünschten Filmrollen zu identifizieren.

BAdW - Sitzungsberichte

BAdW - Sitzungsberichte

Kooperationspartner: Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften mit Sitz in der Münchner Residenz ist eine der ältesten und größten deutschen Wissenschaftsakademien. Als Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung widmet sie sich vorwiegend der Grundlagenforschung sowohl im geistes- als auch im naturwissenschaftlichen Fächerspektrum mit einem Schwerpunkt auf langfristigen größeren Forschungsunternehmungen. Die Gemeinschaft der Gelehrten ist in zwei Klassen organisiert, einer philosophisch-historischen und einer mathematisch-naturwissenschaftlichen, die sich regelmäßig treffen. Bei diesen Klassensitzungen stellen einzelne Mitglieder Ergebnisse aus ihren Forschungen vor, die in den Sitzungsberichten veröffentlicht werden.

Acta Pacis Westphalicae (APW) digital

Acta Pacis Westphalicae (APW) digital

Kooperationspartner: Universität Bonn
Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V.

Förderung:

Die „Acta Pacis Westphalicae“ (APW) sind eine für die politische Geschichte des frühneuzeitlichen Europa zentrale Quellenedition. Sie bieten ausgewählte Akten zur Geschichte des Westfälischen Friedenskongresses (1643–1649) dar, der den Dreißigjährigen Krieg abschloss. Die drei umfangreichen Verträge des Jahres 1648 (der spanisch-niederländische Frieden vom 30. Januar sowie die Friedensschlüsse von Kaiser und Reich mit Frankreich und Schweden vom 24. Oktober) schufen in Deutschland und in einem Teil von Europa dauerhafte Befriedung. Für das Reich entstanden funktionierende Regeln für das friedliche Zusammenleben in einem mehrkonfessionellen Gemeinwesen, die noch im heutigen deutschen Staatskirchenrecht nachwirken. Von Europa aus gesehen war der Kongress in Münster und Osnabrück die erste große, nicht kirchlich geprägte Versammlung, die die Entwicklung des europäischen Mächtesystems erheblich beförderte. Darüber hinaus besitzt der Westfälische Frieden eine paradigmatische Bedeutung für das Friedenschließen überhaupt.

In Kooperation zwischen der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte, der Universität Bonn und der Bayerischen Staatsbibliothek werden die bis 2008 erschienenen 40 Teilbände digitalisiert, tiefer erschlossen und frei im Internet bereitgestellt.
Die Konvertierung in eine elektronische Fassung eröffnet Zugriffs- und Vernetzungsmöglichkeiten, die über die Buchversion hinausgehen, zum Beispiel durch eine bandübergreifende und eine chronologische Recherche. Dadurch wird eine bessere Orientierung im Gesamtwerk möglich und die parallele Benutzung der drei Serien und sieben Abteilungen der APW erleichtert. Eine chronologische Einführung und biographische Stichpunkte zu den Hauptakteuren ergänzen die Internet-Edition. Benutzereinführungen und Suchoptionen werden in mehreren Sprachen angeboten.

Durch die geplante Verlinkung zitierter Quellen und Werke mit einschlägigen Publikationen im Internet, die Verbindung mit Normdaten (PND) und die Bereitstellung von entsprechenden Schnittstellen wird die Vernetzung wissenschaftlicher digitaler Angebote verbessert und gefördert. Aktuelle Web2.0-Technologien, wie Feeds und Mashups, werden genutzt und unterstützt.

Die von der DFG geförderten „APW digital“ stellen der Geschichtswissenschaft und ihren Nachbardisziplinen auf diese Weise Quellentexte von herausragender Bedeutung für die deutsche und die europäische Geschichte in einer Form zur Verfügung, die gegenüber der Printausgabe einen erheblichen Mehrwert bietet. Damit wird der Versuch unternommen, im Bereich der frühneuzeitlichen Editionen ein Pilotprojekt zu entwickeln. Künftige APW-Bände sollen nach einer Moving Wall von einem Jahr ebenfalls in den „APW digital“ erscheinen.

Bis zur Online-Schaltung des Volltextangebotes mit den entsprechenden erweiterten digitalen Recherchemöglichkeiten, die 2013 vorgesehen ist, werden die bis 2008 publizierten APW-Bände einstweilen als Images zur Ansicht und zum PDF-Download bereitgestellt.

Quellen und Darstellungen zum Münchener Oktoberfest

Quellen und Darstellungen zum Münchener Oktoberfest

Kooperationspartner: Münchner Stadtmuseum
Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek

Die Bayerische Staatsbibliothek bewahrt zahlreiche Werke rund um die Geschichte des Oktoberfestes auf. Aufgrund der intensiven Sammeltätigkeit, vor allem aber durch Schenkungen, etwa aus der privaten Bibliothek König Ludwigs I., ist besonders die Anfangszeit des Festbetriebs ausgesprochen gut im Bestand dokumentiert. Hinzu kommen Spezialbestände wie etwa Fotografien aus dem Bildarchiv der Bibliothek.

Der “Bilderbogen“ historisch teilweise einmaliger Dokumente zieht sich dabei von den Einladungen zum ersten Fest 1810 über zahlreiche Berichte, Ausschreibungen, Preislisten, Festzeitungen und historische Darstellungen bis hin zu Bilddokumenten aus den frühen 1950er Jahren. Ein eigener Abschnitt widmet sich dem zentralen Lieblingsobjekt vieler Wies’n-Besucher, dem Bier.

Zwei Kooperationen bereichern das neue Angebot: Aus den Beständen des Münchner Stadtmuseums stammen die beiden berühmten Lithographiefolgen von Gustav Kraus (1804-1852) zu den historischen Oktoberfest-Festzügen 1835 und 1842. Außerdem präsentiert die Münchner „Monacensia. Literaturarchiv und Bibliothek“ einen literarischen Wies’n-Bummel. Zitate bekannter und unbekannter Autoren aus den letzten 200 Jahren werfen bunte Schlaglichter auf das Oktoberfesttreiben in alter und neuer Zeit.

Quellen und Studien - Deutsches Historisches Institut Warschau

Quellen und Studien - Deutsches Historisches Institut Warschau

In den „Quellen und Studien“ werden Arbeiten zur polnischen und ostmitteleuropäischen Geschichte vom Mittelalter bis in die Moderne publiziert. Neben Monographien und Sammelbänden erscheinen in der Reihe auch Quelleneditionen. Die Reihe wird seit 1995 vom Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden verlegt.

Quellen zur Geschichte der Familie Fugger

Quellen zur Geschichte der Familie Fugger

2009 erwarb die Bayerische Staatsbibliothek zwei hochrangige Bücher zur Familiengeschichte der Fugger.

Das "Geheime Ehrenbuch" der Fugger wurde zwischen 1545 und 1549 angefertigt. Die Handschrift ist ein beeindruckendes Zeugnis der Selbstdarstellung der Fugger und ein herausragendes Produkt der Augsburger Buchmalerei der Spätrenaissance.

1593 und 1618 erschien in kleiner Auflage für den Familiengebrauch die Kupferstichfolge „Fuggerorum et Fuggerarum… imagines“. Das von der Bayerischen Staatsbibliothek erworbene Exemplar ist außergewöhnlich qualitätsvoll koloriert und in diesem Umfang unikal.

Das "Geheime Ehrenbuch der Fugger" und die "Fuggerorum et Fuggerarum... imagines" liegen als Volldigitalisate und in neuartiger 3D-Version (Beta) vor.
Als Ergebnis einer Entwicklungspartnerschaft von MDZ und Fa. Microbox wurde ein innovatives 3D-Modell für die vollständige Betrachtung von besonderen Handschriften, die auch die Betrachtung der Bucheinbände aus verschiedenen Perspektiven erlaubt, entwickelt. Diese erste Version setzt zunächst auf transformierten 2D-Daten auf. In einer nächsten Version werden 3D-Scans eine noch realistischere Präsentation ermöglichen.

Der Ankauf der Bücher wurde durch die Unterstützung folgender Einrichtungen möglich:

Ernst von Siemens Kunststiftung
Kulturstiftung der Länder
VolkswagenStiftung
Der Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien
Bayerische Landesstiftung
Kurt und Felicitas Viermetz-Stiftung

Kartogramme und Diagramme zur Statistik Bayerns

Kartogramme und Diagramme zur Statistik Bayerns

Kooperationspartner: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung

Die um 1880 zusammengeführte Sammlung enthält Karten und Diagramme zur Statistik Bayerns aus den Jahren 1862 bis 1879. Sie veranschaulichen Sachverhalte wie Demographie, Landwirtschaft, Kriminalität oder Schulwesen.

Reichstagsprotokolle - Verhandlungen des Deutschen Reichstags und seiner Vorläufer

Reichstagsprotokolle - Verhandlungen des Deutschen Reichstags und seiner Vorläufer

Förderung:

Die Stenografischen Berichte über die Verhandlungen des Norddeutschen Bundes, des Zollparlaments und des Reichstags liegen in gedruckter Form kontinuierlich von 1867 bis 1942 in 527 Bänden vor. Sie stellen eine der wichtigsten Quellen zur neueren deutschen Geschichte dar, die allerdings aufgrund unregelmäßiger und verstreuter Register nur schwer auszuwerten und darüber hinaus in kaum einer Bibliothek vollständig vorhanden war. Mit dem hier vorliegenden Angebot bietet die Bayerische Staatsbibliothek erstmals eine vollständige Ausgabe der Reichstagsprotokolle (inklusive aller Anlagen) an.

Die Digitalisierung und Erschließung der Reichstagsprotokolle wurde von 1997 bis 2009 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms 'Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen' gefördert.

Projektphasen

1. 1997 bis 1999: Reichstag (Norddeutscher Bund/Zollparlamente) 1867 - 1895
2. 2003 bis 2006: Reichstag (Weimarer Republik/Nationalsozialismus) 1918 - 1942
3. 2006 bis 2009: Reichstag des Kaiserreichs 1895 - 1918

Um die Auswertungsmöglichkeiten der Quelle gegenüber der gedruckten Version zu verbessern, wurden die Sach- und Sprechregister im Volltext erfasst. Ergänzend wurde aus den digitalisierten und im Volltext erfassten biografischen Handbüchern, eine Datenbank der Reichstagsabgeordneten aufgebaut, die weitere Zugangsmöglichkeiten zum Quellenmaterial bietet.

Eckher von Kapfing und Liechteneck, Johann Franz: Sammlungen und Schriften zur Genealogie des bayerischen Adels

Eckher von Kapfing und Liechteneck, Johann Franz: Sammlungen und Schriften zur Genealogie des bayerischen Adels

Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck (1649-1727), seit 1695 Fürstbischof von Freising, wurde bereits als junger Domherr in den Bann der Geschichtsschreibung, besonders aber in den der Genealogie gezogen. Er fasste damals den Plan, die bis dahin grundlegende Sammlung über den bayerischen Adel, das Bayrisch Stammen Buch des Wiguleus Hundt (1514-1588), neu zu überarbeiten. Noch bevor Eckher Bischof wurde, hatte er einen Gutteil der Vorarbeiten abgeschlossen. Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt aus dieser Zeit das Genealogische Lexikon (Cgm 2269) und das Wappenbuch des bayrischen Adels (Cgm 2270 mit 2.223 Wappen auf 140 Blättern), drei der ehemals vier Bände seiner Exzerptsammlung aus Archiven, Saalbüchern, Urkunden und Notaten-Sammlungen zu Freising und verschiedenen Klöstern und Pfarren (Cgm 2271 – erhalten sind der erste, dritte und vierte Band). Diese Vorarbeiten mündeten schließlich 1695 in eine alphabetische Sammlung zur Genealogie des bayrischen Adels als Entwurf zu einer Neubearbeitung von Hundts Stammen Buchs – insgesamt fünf Bände auf 1.144 von Eckher eigenhändig beschriebenen Blättern, die heute unter der Signatur Cgm 2268 verwahrt werden. Während seiner Zeit als Freisinger Fürstbischof konnte sich Eckher nicht mehr im gewohnten Ausmaß seinen historischen Studien widmen, weshalb er 1713 seinen Hof- und Kammerrat Johann Michael von Prey (1690-1747) mit den historischen und genealogischen Forschungsarbeiten betraute, um das Stammbuch fertig stellen zu können. Zehn Bände ließ Eckher 1720 abschreiben und illustrieren. Im Katalog der bischöflichen Handbibliothek von 1726 sind sie noch verzeichnet, gelten heute jedoch als verschollen, was den Wert der auf uns gekommenen Vorarbeiten Cgm 2268 bis 2271 unterstreicht.

Prey, Johann Michael Wilhelm von: Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels

Prey, Johann Michael Wilhelm von: Sammlung zur Genealogie des bayerischen Adels

Kooperationspartner:

Die von Johann Michael Wilhelm von Prey zu Straßkirchen (1690-1747) erarbeitete 'Bayrischen Adls Beschreibung' ist die umfangreichste Sammlung von Genealogien alter bayerischer Adelsfamilien überhaupt. Das mit 33 Foliobänden recht umfangreiche Werk, welches der Freisinger Hofkammer-Direktor unter Zuhilfenahme älterer Arbeiten des Freisinger Fürstbischofs Johann Franz Eckher von Kapfing (1649-1727) 'vermehret, mit Wappen gezieret und in die gegenwerhtige ordnung gebracht' hat, nennt und beschreibt mehr als 2500 Familiennamen. Allerdings blieb es ein Fragment: bedeutende Geschlechter wie die Nothafft, Ortenburg oder Seyboltstorff, aber auch weniger bedeutende, jedoch recht bekannte wie die Münchauer, Reitorner, Tunz oder Zachreis fehlen ganz oder sind nur mit ihrem Wappen und wenigen Sätzen erwähnt. Demgegenüber findet sich in Preys Sammlung jedoch manche Familie, die man ihrer Bedeutung oder ihrer Landeszugehörigkeit nach dort nicht vermuten würde.

Die Prey’schen Adelsbeschreibungen sind – nach den Möglichkeiten und der historischen Methode ihrer Zeit – eine Kompilation aus eigenen und fremden genealogischen Arbeiten sowie von Exzerpten aus Urkunden, Chroniken und Wappenbüchern, weshalb die einzelnen Familienartikel hinsichtlich ihrer Ausführlichkeit, Genauigkeit und Darstellungsform recht unterschiedlich sind.

Eine Übersicht über die in der 'Adls Beschreibung' vertretenen Familiennamen wurde erarbeitet von: Niklas Frhr. von Schrenck und Notzing, Register zur bayerischen Adelsgenealogie, München 1974 (Genealogia Boica 4). [Im Handschriftenlesesaal der Bayerischen Staatsbibliothek unter der Signatur Hbh/Ce 315]

Bayerischer Beratender Landesausschuss

Bayerischer Beratender Landesausschuss

Der Bayerische Beratende Landesausschuss trat als eine Art Vorparlament im ersten Halbjahr 1946 dreimal zusammen. Er stellt den Vorläufer der im zweiten Halbjahr 1946 tagenden Verfassunggebenden Landesversammlung dar. Die Protokolle des Beratenden Landesausschusses ergänzen das BLO-Modul "Verfassungsgebung 1946" und sind ein Dokument des demokratischen Neuaufbaus in Bayern nach dem 2. Weltkrieg."

Die Arbeiterwohlfahrt, 1947

Die Arbeiterwohlfahrt, 1947

Zweisprachige (dt.-engl.), bebilderte handschriftliche Dokumentation der Arbeiterwohlfahrt

Kunstdenkmäler von Bayern

Kunstdenkmäler von Bayern

Kooperationspartner: Bayerische Landesamt für Denkmalpflege

Bavarian art monuments

Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek

Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek

Digitalisierung von ausgewählten Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek.

100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert

100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert

Kooperationspartner: Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte, Erlangen (Prof. Dr. Helmut Altrichter)
Russische Akademie der Wissenschaften, Moskau

Förderung:
Bundesministerium des Innern

Das Projekt '100(0) Schlüsseldokumente zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert' versucht, anhand von ausgewählten Textdokumenten, aber auch Bildern, Audio- und Videodokumenten, in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und in den Stand ihrer Erforschung einzuführen. Ein einführender Kommentar erläutert, warum und wofür das ausgewählte Dokument ein 'Schlüsseldokument' ist, berichtet über den Stand der Forschung und gibt Hinweise auf weiterführende Literatur. Sodann folgt das Dokument als Volltext sowie eine Ablichtung des Originals als Faksimile (Image); ein Glossar gibt Auskunft über häufiger vorkommende Personen und Begriffe. Die Zahl 100 verweist darauf, dass es sich nur um eine begrenzte Auswahl an 'Schlüsseldokumenten' handeln kann, die dritte Null in Klammern soll ihre prinzipielle Offenheit bekunden. Publikationsort der Edition ist das Internet.
Das Projekt wendet sich an eine breitere, wissenschaftliche wie außerwissenschaftliche Öffentlichkeit, in Deutschland wie in Russland. Deshalb wird angestrebt, alle Texte (die Einführungen, die Kommentare, den Wortlaut der Dokumente sowie die Glossareinträge) zweisprachig wiederzugeben; wo Übersetzungen noch fehlen, sind sie in Vorbereitung. Das Projekt ist - wie das Parallelprojekt '100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917-1991)' - aus Debatten der Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der deutsch-russischen Beziehungen erwachsen, der deutsche wie russische Zeithistoriker und Archivare angehören. Die Aufbereitung der Dokumente ist in beiden Projekten identisch.
Der Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und das Institut für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften (Moskau) haben die Federführung, deutsche und nicht deutsche Historiker die Kommentierung der Dokumente übernommen. Die Betreuung des Projektes liegt in den Händen einer Redaktion am Erlanger Lehrstuhl, die technische Umsetzung bei der Bayerischen Staatsbibliothek München.

Verhandlungen der deutschen verfassunggebenden Reichsversammlung zu Frankfurt am Main (1848-1849)

Verhandlungen der deutschen verfassunggebenden Reichsversammlung zu Frankfurt am Main (1848-1849)

Digitalisierung, Erschließung und digitale Bereitstellung der „Verhandlungen der deutschen verfassunggebenden Reichsversammlung zu Frankfurt am Main“, hrsg. auf Beschluß der Nationalversammlung durch die Redactions-Commission und in deren Auftrag von dem Abgeordneten Professor Dr. Konrad Dietrich Hassler

Bibliografische Angaben:
Verhandlungen der deutschen verfassunggebenden Reichsversammlung zu Frankfurt am Main. Hrsg. Hassler, K. D., Frankfurt a. Main, Bd. 1.-6.1848/49.

Verhandlungen der deutschen constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main / Stenographische Berichte (1848-1849)

Verhandlungen der deutschen constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main / Stenographische Berichte (1848-1849)

Digitalisierung, Erschließung und digitale Bereitstellung der von Professor Franz Wigard herausgegebenen Bände der „Stenographischen Berichte über die Verhandlungen der deutschen constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main“

Bibliografische Angaben:
[Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der deutschen constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main. Hrsg. auf Beschluss der Nationalversammlung durch die Redactions-Commission und in deren Auftrag von Franz Wigard, Frankfurt a. M., Bd. 1-5.1848, Bd. 6-9.1849, Bd. 10.1850]

Revolution, Rätegremien und Räterepublik in Bayern, 1918/19

Revolution, Rätegremien und Räterepublik in Bayern, 1918/19

Die Eisnersche Revolution 1918 sowie der Versuch, eine Räterepublik in Bayern zu schaffen, beendeten die lange Herrschaft der Wittelsbacher und hatten große Auswirkungen auf die weitere politische Entwicklung Bayerns in den 1920er und 1930er Jahren.
Die Ereignisse der Jahre 1918/19 finden auch in der internationalen Forschung große Beachtung. Im Rahmen des Projekts werden daher verschiedene Dokumente zur Geschichte der Revolution und der Räterepublik in Bayern digitalisiert.


Bibliografische Angaben:

[a) Quellen und Darstellungen zur Kurt Eisner
- Kurt Eisner, Zur Kenntnisnahme, München 1918.
- Kurt Eisner, Die neue Zeit, München 1919.
- Kurt Eisner, Der Sozialismus und die Jugend, Basel 1919.
- Kurt Eisner, Gesammelte Schriften. 2 Bände, Berlin 1919.
- Kurt Eisner, Die Götterprüfung. Eine weltpolitische Posse in fünf Akten und einer Zwischenaktspantomime, Berlin 1920.
- Felix Fechenbach, Der Revolutionär Kurt Eisner, Berlin 1929.
- Kurt Eisner zum Gedächtnis! Kleine Drucksachen, München 1919-1921.
- Hans von Pranckh, Der Prozeß gegen Graf Arco-Valley, München 1920.

b) Der Streit um die Eisnerschen Veröffentlichungen zur Kriegsschuldfrage
- Der Münchner Prozeß um die sogenannte Eisnersche Fälschung, München 1922.
- Pius Dirr (Bearb.), Bayerische Dokumente zum Kriegsausbruch und zum Versailler Schuldspruch, 3. Auflage München-Berlin 1925.

c) Die bayerischen Rätegremienbr> - Vorläufige Verordnung für die Soldatenräte, München 1918.
- Verhandlungen des provisorischen Nationalrates des Volksstaates Bayern im Jahre 1918/1919. Stenographische Berichte Nr. 1 bis 10, 1. Sitzung am 8. November 1918 bis zur 10. Sitzung am 4. Januar 1919, München 1919.
- Verhandlungen des provisorischen Nationalrates des Volksstaates Bayern im Jahre 1918/1919. Beilagen-Band (Beilagen 1 bis 100), München 1919.
- Übersicht über die Verhandlungen des provisorischen Nationalrates und des Landtages des Freistaates Bayern (I. Tagung und außerordentliche Tagung) in den Jahren 1918 und 1919, München 1919, S. 1-28 (nur für den Nationalrat).
- Nachrichtenblatt des Zentral-Rats, München 22. Februar 1919.
- Stenographischer Bericht über die Verhandlungen des Congresses der Arbeiter-Bauern- und Soldatenräte vom 25. Februar bis 8. März 1919, München 1919.
- Mitteilungen des Vollzugsrats der Betriebs- und Soldatenräte, München 15.-29. April 1919.

d) Zeitgenössische Quellen und Quellensammlungen
- Franz August Schmitt (Hg.), Die neue Zeit in Bayern , München 1919.
- Franz August Schmitt (Hg.), Die Zeit der zweiten Revolution in Bayern, München 1919.
- Max Gerstl (Hg.), Die Münchener Räterepublik, München 1919. - Sammlung von Flugblättern, betreffend die Münchener Räterepublik. 3 Bände, München 1919.
- Die Attentate im Bayerischen Landtag. Der Prozeß gegen Alois Lindner und Genossen vor dem Volksgericht München, München 1919.
- Karl Polenske (Hg.), An Alle! Das proletarische Finanz- und Wirtschafts-Programm des Volksbeauftragten der bayerischen Räterepublik Silvio Gesell, um 1919.
- Industrie- und Handelskammer München (Hg.), Die Zerstörung des Wirtschaftslebens Münchens durch die Kommunistenwirtschaft 8. bis 30. April 1919, München 1919.
- Bruder Marianus (= P. Cyprian Fröhlich), Das Gnadenbild U.L. Frau von Altötting auf der Fliucht und im Triumphzug. Als Beilage drei Marien-Predigten des Hochwürdigsten Bischofs von Passau Sigismus Felix von Ow, Altötting 1919.

e) Protagonisten der Räterepublik
- Erich Mühsam, Revolution. Kampf-, Marsch- und Spottlieder, Berlin 1925.
- Erich Mühsam, Von Eisner bis Leviné. Persönlicher Rechenschaftsbericht, Berlin 1915.
- Ernst Toller, Masse Mensch. Ein Stück aus der sozialen Revolution des 20. Jahrhunderts, Potsdam 1922.
- Gustav Landauer, Aufruf zum Sozialismus, Köln 1923 (mit einem Vorwort von 1919).

f) Frühe Darstellungen zur Geschichte von Revolution und Räterepublik
- Der Kommunismus in München (Escherich-Hefte 1-6), München 1921 (= Von Eisner bis Eglhofer. Die Münchener Revolution 1918 bis zum Zusammenbruch der Räteherrschaft, München 1922).
- Josef Benno Sailer, Des Bayernkönigs Revolutionstage. Ein Beitrag zur Geschichte des Umsturzes in Bayern, München 1919.
- Die Münchener Tragödie. Entstehung, Verlauf und Zusammenbruch der Räte-Republik München, Berlin 1919.
- Das Ende der Räterepublik in Bayern (Sonderdruck aus Bayernland 30 [Juni 1919]), München 1919.
- Der Geiselmord in München. Ausführliche Darstellung der Schreckenstage im Luitpold-Gymnasium nach amtlichen Quellen, München 1919. ]

Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München, 1809 - 1920

Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München, 1809 - 1920

Kooperationspartner: Akademie der Bildenden Künste München
Bayerische Staatsbibliothek München
Zentralinstitut für Kunstgeschichte München

Die Akademie der Bildenden Künste in München wurde 1808 in Fortführung einer bereits 1770 gegründeten Vorgängereinrichtung gegründet. Sie zählt bis heute zu den wichtigsten europäischen Ausbildungsstätten für bildende Künstler. Als ihre größte Blütezeit gilt die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Vorfeld des 200jährigen Jubiläums der Akademie 2008 entstand 2004-2008 als Gemeinschaftsprojekt die digitale Edition der Matrikelbücher der Akademie von 1809 bis 1920. Die Matrikelbücher dokumentieren lückenlos die knapp 13.000 in diesem Zeitraum eingeschriebenen Kunststudenten. Die Originale liegen im Archiv der Akademie der Bildenden Künste. Die digitale Edition umfasst neben den durch das Münchner Digitalisierungszentrum erstellten Scans der originalen Matrikel die Transkription der Stammdaten. Diese wurden in einer mit zusätzlichen Informationen angereicherten Datenbank erfasst. Dieses Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung sowie der Bayerischen Staatskanzlei realisiert.
Bibliografische Angaben: [ Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München, Bd.1 1809-41, Bd. 2 1841-1884, Bd. 3 1884-1920]

Datenbank der Reichstagsabgeordneten (1867 - 1938)

Datenbank der Reichstagsabgeordneten (1867 - 1938)

Förderung:

Die Datenbank der Reichstagsabgeordneten enthält 5.211 Personendatensätze, die aus den Parlamentsalmanachen und Reichstagshandbüchern der Jahre 1867 - 1938 gewonnen wurden. Diesen Grunddaten (normierter Nachname, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht) wurden die veränderlichen Daten der einzelnen Wahlperioden (Parteizugehörigkeiten, Namensänderungen, Wohn- und Tätigkeitsorte, Wahlkreise, Konfessionen, Berufe, biografische Abrisse, Portraits) zugeordnet.
Recherchemöglichkeiten:
Die Datenbank ermöglicht neben der Suche nach Personennamen die Selektion von Personengruppen, wobei alle erfassten Kriterien miteinander kombinierbar sind. In den Listen Wahlperioden, Partei, Berufsfelder und Konfession ist eine Mehrfachauswahl möglich.
Die biografischen Abrisse können im Volltext durchsucht werden.
Verlinkungen:
Mit den Rechercheergebnisse sind die Redebeiträge der Abgeordneten im Reichstag und im Bayerischen Landtag ansteuerbar. Da jeder Person die eindeutige Nummer der Personennormdatei (PND) zugewiesen wurde, konnten auch Veröffentlichungen von und über die Personen verknüpft werden.

Quellen zur bayerischen Agrar- und Wirtschaftspolitik

Quellen zur bayerischen Agrar- und Wirtschaftspolitik

Kooperationspartner:

Digitalisierung der Stenographischen Berichte über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer, 1920-32, (der Tätigkeitsberichte des geschäftsführenden Direktors der Landesbauernkammer über die Tätigkeit der LBK im abgelaufenen Geschäftsjahr, 1921-1932) sowie der Mitteilungen der Handelspolitischen Vereinigung (samt Beilagen), 1918/19
und der Protokolle der Vorstands- und Ausschuss-Sitzungen sowie der Generalversammlungen Privatbesitz Oberpfälzer Christlicher Bauernverein, 1914 - 1948

Bibliografische Angaben:
[Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer, München : 1921, Bd.: 1
Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer, München : 1925, Bd.: 2
Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer, München : 1930, Bd.: 3
Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer, München : 1932, Bd.: 4
Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer Beilagen, München : 1932
Stenographischer Bericht über die Verhandlungen der Bayerischen Landesbauernkammer Mitteilungen der wirtschaftspolitischen Vereinigung ... 1918-1919, München : 1919
Protokolle der Vorstands- und Ausschusssitzungen sowie der Generalversammlungen, 1914 - 1948
Niederschrift über die ... Sitzung der Sozialisierungskommission. Protokolle der bayerischen Sozialisierungskommission, 1919]

Preysing, Johann Maximilian Emanuel von: Tagebücher

Preysing, Johann Maximilian Emanuel von: Tagebücher

Kooperationspartner:

Johann Maximilian Emanuel von Preysing (1687-1764) gehört als bayerischer Staatsbeamter und Minister zu den einflußreichsten Persönlichkeiten der bayerischen Politik des 18. Jahrhunderts. Aus Preysings Nachlaß haben sich 38 Taschenkalender erhalten, die sich heute im Besitz der Bayerischen Staatsbibliothek befinden (Signatur Cod.germ. 5456). Dabei handelt es sich um Ausgaben des im 18. Jahrhundert in Bayern gebräuchlichen 'Schreib-Calender auf ein besondere Form und Weiß allen Obrigkeiten, Kauff- und Handels-Leuthen, auch männiglich zum täglichen Nutz also eingericht', der in München durch den Kurfürstlichen Hofbuchdrucker und -händler Heinrich Theodor von Cölln (später durch Franz Joseph Thuille) verlegt wurde und neben dem Kalendarium viele regionalspezifische Informationen enthielt. Die ca 20 x 15 cm großen Bände hat Preysing in den Jahren 1717 bis 1763 mit persönlichen Notizen und Termineinträgen gefüllt. Sie dokumentieren, mit einigen Lücken, mehr als 40 Jahre des Lebens und Schaffens Preysings.

[RTIII] Verhandlungen des Reichstages / Stenographische Berichte (1895-1918)

[RTIII] Verhandlungen des Reichstages / Stenographische Berichte (1895-1918)

Förderung:

Mit der Digitalisierung, Erschließung und Bereitstellung der Stenographischen Berichte des Deutschen Reichstags und der dazugehörenden Anlagen aus dem Zeitraum von 1895 bis 1918 soll die noch vorhandene Lücke, die zwischen dem bereits durchgeführten bzw. fast beendeten Projekten (1867 bis 1895 und 1919 bis 1933) geschlossen werden. Zusätzlich sollen für den Zeitraum von 1867 bis 1918 die Amtlichen Handbücher des Reichstags digitalisiert und die dort enthaltenen Kurzbiographien der Abgeordneten da-tenbankgestützt erfaßt und über die Sprechregister mit den Sitzungsberichten verknüpft werden. Das Gesamtkorpus der Reichstagsberichte wird im Rahmen der abschließenden Zusammenführung der Daten aller drei Projekte über ein zu erstellendes "virtuelles Gesamtregister" und über die Gesamtdatenbank der Abgeordneten, die aus den biographischen Informationen der Amtlichen Handbücher gebildet wird, erschlossen. So wird ein einheitlicher Zugriff auf eines der zentralen Quellenwerke zur deutschen Geschichte möglich. Dies kann, wie am Beispiel der Bayerischen Landtagsprotokolle ersichtlich, durch bidirektionale Verlinkung - z.B. via PND - so genutzt werden, dass ausgehend von den Reichstagsprotokollen sukzessive ein neuer vernetzter Informationsraum entstehen kann.

Glaspalast: Kataloge der Kunstausstellungen im Münchner Glaspalast 1869 bis 1931

Glaspalast: Kataloge der Kunstausstellungen im Münchner Glaspalast 1869 bis 1931

Kooperationspartner: Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, München
Monacensia Bibliothek der Münchner Stadtbibliothek

Die hier als Digitalisate vorliegenden Ausstellungskataloge aus den Jahren 1869 bis 1931 dokumentieren die Münchner Jahresausstellungen und Internationalen Kunstausstellungen, die im 1854 errichteten und 1931 durch einen Brand zerstörten Münchner Glaspalast stattfanden. Die virtuelle Kollektion entstand auf der Grundlage der Bestände der Monacensia Bibliothek der Münchner Stadtbibliothek und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte und umfasst über 14.000 Seiten, darunter zahlreiche Abbildungen. Viele der Kataloge haben verschiedene Auflagen und Ausgaben erfahren, in der Regel um zusätzliche Exponate und Informationen angereichert. Über arthistoricum.net oder die Digitale Bibliothek der Bayerischen Staatsbibliothek online verfügbar sind die jeweils umfangreichsten Ausgaben der insgesamt 43 offiziellen Kataloge.

Moser, Johann Jacob, Teutsche Staats-Recht

Moser, Johann Jacob, Teutsche Staats-Recht

Das zwischen 1737 und 1754 publizierte 'Teutsche Staats-Recht' von Johann Jacob Moser ist eine wichtige Quelle für die Verfassungsgeschichte des Reiches und die frühneuzeitliche 'Staatspraxis'. Um die Arbeit mit dem 52 Bände umfassenden Werk zu erleichtern, wird das als Bd. 53 erschienene 'Haupt-Register' im Volltext erfasst. Außerdem werden die Bde. 44-50 digitalisiert, die den frühneuzeitlichen Reichstag zum Gegenstand haben.

Monumenta Germaniae Historica - Die digitalen Monumenta (dMGH)

Monumenta Germaniae Historica - Die digitalen Monumenta (dMGH)

Kooperationspartner: MGH

Förderung:

Die in Bibliotheken zumeist als Präsenzbestand gehaltenen Editionen der Monumenta Germaniae Historica (MGH) sollen weltweit an jedem PC-Arbeitsplatz zugänglich gemacht werden. Hierzu wurde ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Kooperationsprojekt zwischen den MGH und dem Digitalisierungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek ins Leben gerufen (Projektbeginn 1.7.2004).
Das Projekt soll auch nach Ende der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft fortgeschrieben werden. Die aktuellen Editionen der jeweils letzten drei Jahre werden mit Rücksicht auf den Buchvertrieb zunächst gesperrt und dann sukzessive freigegeben ('Moving wall').
Sämtliche Editionsbände der MGH stehen bereits in Imageform im Web. In drei Stufen sollen bis 2010 die Volltexte sowohl der Editionen als auch der Vorworte, Anmerkungen und Register vorliegen.
- Im ersten Projektabschnitt (2004/06) wurden die Volltexte der Reihen Diplomata, Epistolae und Antiquitates bereitgestellt.
- Im zweiten Projektabschnitt (2006/08) werden die Volltexte der Reihen Scriptores in Folio und die Leges bereitgestellt.
- Der dritte Projektabschnitt (2008/10) soll die Volltexterschließung der Antiquitates und der restlichen Scriptores-Reihen umfassen.

[RTII] Verhandlungen des Reichstages / Stenographische Berichte (1919-1939)

[RTII] Verhandlungen des Reichstages / Stenographische Berichte (1919-1939)

Förderung:

In Ergänzung zu den vorhandenen großen Sammlungen der digitalen Reichstagsberichte 1867 - 1895 und der Verhandlungen des Bayerischen Landtags 1919 - 1933 wurden die Verhandlungen des Deutschen Reichstags in der Weimarer Zeit digitalisiert und über suchbare Register aufbereitet. Ergänzend wurden die Amtlichen Handbücher digitalisiert, die dort enthaltenen Mitgliederverzeichnisse mit Kurzbiografien datenbankgestützt erfasst und mit den Sitzungsberichten verknüpft.

100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917-1991)

100(0) Schlüsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte (1917-1991)

Kooperationspartner: Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte, Erlangen (Prof. Dr. Helmut Altrichter)
Russische Akademie der Wissenschaften, Moskau

Förderung:
Bundesministerium des Innern

Die Absicht des Projektes '100(0) Schlüsseldokumente der russischen und sowjetischen Geschichte seit 1917' ist es, die Ergebnisse der Forschung einer breiteren universitären und außeruniversitären Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen: anhand von bekannten und neuen Dokumenten zur Außen- und Innenpolitik, zur Sozial- und Kulturgeschichte in die russisch-sowjetische Geschichte einzuführen, deren zentrale Weichenstellungen zu markieren, dabei den Stand der Forschung zu vermitteln, die als gesichert geltenden Erkenntnisse, aber auch neue Fragen und aktuelle Diskussionen zu dokumentieren. Das Vorhaben ist erwachsen aus den Debatten in der Deutsch-Russischen Kommission zur Erforschung der gemeinsamen jüngeren Geschichte. Federführend beteiligt sind das Institut für Geschichte der Universität Erlangen-Nürnberg und das Institut für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften sowie die Bayerische Staatsbibliothek, die die technische Realisierung des Projektes übernommen hat. Die mit im Boot sitzenden Archive haben ihre Mithilfe bei der Besorgung und Bereitstellung der Faksimiles zugesagt. Als Bearbeiter (Kommentatoren) der Dokumente wirken russische wie nicht russische Historiker mit. Für die Koordination des Projektes wurde am Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen eine kleine Redaktion eingerichtet. Die Vorgehensweise ist folgende: Jedes ausgewählte Dokument wird mit einem kurzen (drei- bis fünfseitigen) Kommentar versehen, der erklärt, warum und wofür es ein 'Schlüsseldokument' ist, der es in die internationale Forschung einordnet und wichtige Literaturhinweise gibt; danach folgt das Dokument selbst im Faksimile (Image), in einer russischen Computerübertragung (Volltext) und einer deutschen Übersetzung (Volltext). Für die gesamte Edition ist ein Glossar vorgesehen (das dafür sorgt, dass russische Begriffe stets mit dem gleichen deutschen Begriff wiedergegeben werden) und ein biografisches Lexikon (das die handelnden Personen kurz vorstellt).

Verhandlungen des Bayerischen Landtags (1429-1513, 1514-1669, 1919-1933, 1946-1947)

Verhandlungen des Bayerischen Landtags (1429-1513, 1514-1669, 1919-1933, 1946-1947)

Förderung:
Bayerischer Landtag

Schwerpunkt: Der Bayerische Landtag - digital

- Kolloquium: Der Bayerische Landtag vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart
- Spätmittelalterliche Landtage (1429-1513)
- Frühneuzeitliche Landtage (1514-1669)
- Verhandlungen des bayerischen Landtags (1919-1933)
- Dokumente zur Bayerischen Verfassungsgebung 1946
- Verhandlungen des bayerischen Landtags (1946-1947)

Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt (1945 - 1949)

Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt (1945 - 1949)

Kooperationspartner: Deutsche Bibliothek Frankfurt

Förderung:

In Kooperation mit Der Deutschen Bibliothek Frankfurt a. M. wurde die Möglichkeit des parallelen Zugriffs auf digitale Rechtsquellen auf unterschiedlichen Servern umgesetzt. Die beiden Partner digitalisierten und erschlossen zu diesem Zweck modellhaft den Zeitraum 1945-1949 des 'Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatts' (BSB) und der 'Alliierten Kontrollgesetzgebung' (DDB).

Bibliografische Angaben:
[Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt
Amtliches Nachrichtenblatt der Bayerischen Landesregierung
München, 1945 - 1949]

Historischer Atlas von Bayern (HAB)

Historischer Atlas von Bayern (HAB)

Kooperationspartner: Kommission für bayerische Landesgeschichte

Förderung:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Historische Atlas von Bayern ist eine historisch-topografische Landesbeschreibung Bayerns, welche die Besitz-, Herrschafts- und Verwaltungsstruktur des gesamten Landes vom Mittelalter bis zur neuesten Zeit statistisch darstellt und kartografisch dokumentiert. Der Atlas wird in Einzelbänden bearbeitet und herausgegeben, die im altbayerischen Teil (Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz) der alten (um 1800 geltenden) Landgerichtseinteilung und in den schwäbischen und fränkischen Landesteilen der neueren Landkreisorganisation (wie sie bis 1972 bestand) folgen. Die Kommission für bayerische Landesgeschichte übernahm 1948 von dem bereits 1906 gegründeten Verein die Herausgabe des Historischen Atlas von Bayern. Der überwiegende Teil Bayern ist bereits bearbeitet worden. Die noch ausstehenden Gebiete befinden sich in Vorbereitung. Das Digitalisierungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek hat in Zusammenarbeit mit der Kommission für bayerische Landesgeschichte vereinbart, die 70 vergriffenen Bände des Historischen Atlas einschließlich der farbigen Karten und Abbildungen zu digitalisieren und kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Bibliografische Angaben:
[Historischer Atlas von Bayern:
Teil Altbayern. Reihe 1, Heft 0-24; 26-35; 37-41; 44; 47; 61
Teil Franken Reihe 1, Heft: 1-18; 24
Teil Franken Reihe 2, Heft: 3
Teil Schwaben Reihe 1, Heft: 1-10; 13
Teil Schwaben Reihe 2, Heft: 3]

[RTI] Verhandlungen des Reichstages / Stenographische Berichte (1867-1895)

[RTI] Verhandlungen des Reichstages / Stenographische Berichte (1867-1895)

Förderung:

Die Stenographischen Berichte enthalten die Protokolle der Sitzungen des deutschen Reichstags (bis 1871: Norddeutscher Bund) sowie des Zollparlaments und liegen in gedruckter Form kontinuierlich bis 1938 in über 400 Bänden vor. Sie stellen eine der wichtigsten Quellen zur neueren deutschen Geschichte dar. Im Rahmen des von DFG geförderten Programms 'Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen' wurde der Bayerischen Staatsbibliothek die Digitalisierung der Stenographischen Berichte des Deutschen Reichstags bewilligt. Der Umfang der Digitalisierung, die bis 1895 durchgeführt wird, beläuft sich auf 107.695 Seiten in 165 Bänden, die im Bildformat erfasst und nun im WorldWideWeb bereitgestellt sind und langfristig verwaltet werden. Die Bayerische Staatsbibliothek bietet aufgrund umfangreicher bibliografischer Recherchen erstmals ein vollständiges Exemplar der Reichstagsberichte (inklusive aller Anlagen sowie der kompletten 'Übersicht der Geschäftsthätigkeit') an. Der Zugriff auf die Images ist derzeit neben der Navigationsmöglichkeit in den virtuellen Bänden auch via Volltext-Recherche im Generalregister realisiert. Ergänzend wurden 37 Sprechregister im Volltext erfasst. Somit besteht auch die Möglichkeit über die Sprecher des Reichstags die originalen Rednerbeiträge zu recherchieren.

Regesta Imperii Abt. 1-14

Regesta Imperii Abt. 1-14

Kooperationspartner: Deutsche Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii e. V. bei der Mainzer Akademie der Wissenschaften

Förderung:

Die 1831 durch den Frankfurter Stadtbibliothekar Johann F. Böhmer begonnene Reihe der Regesta Imperii gehört zu den zentralen Quellenwerken der deutschen und europäischen Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Das seit 1980 unter der Federführung der Deutschen Regestenkommission der Mainzer Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit der Österreichischen und der Berlin-Brandenburgischen Akademie fortgeführte Grundlagenwerk verzeichnet alle urkundlichen und historiografischen Quellen der römisch-deutschen Könige/Kaiser von den Karolingern bis zu Maximilian I. (751-1519) sowie der Päpste des frühen und hohen Mittelalters. In Kurzform werden vor allem Datum und Inhalt (in Regestenform) aller bekannten Urkunden eines Herrschers mit Literaturangaben und quellenkritischen Bemerkungen des Herausgebers dargeboten. Zusätzlich enthalten die Regesten alle bekannten Informationen zu den Aufenthalten und den politischen Aktivitäten des jeweiligen Königs/Kaisers. Das Projekt bietet nicht nur den freien Online-Zugang zu den bisher gedruckten Bänden sondern beinhaltet auch die Fortführung in Form der parallelen Bereitstellung von Print- und Online-Publikation.

Kaiserurkunden in Abbildungen

Kaiserurkunden in Abbildungen

Kooperationspartner: Ludwig-Maximilians-Universität, München - Seminar für historische Hilfswissenschaften

Das von Theodor von Sickel und Heinrich von Sybel herausgegebene Tafelwerk 'Kaiserurkunden in Abbildungen', das mit einem Begleitband 1891 in Berlin erschienen ist, zählt in der Urkundenlehre zu den Standardwerken: Anhand von 364 einzelnen Urkunden in Faksimileabbildungen kann die Entwicklung des Urkundenbildes von den Merowingern bis zum Beginn der frühen Neuzeit, von Pippin d.J. bis Maximilian I., aufgezeigt werden. Vom feierlichen Privileg über einfache Ausfertigungen und Mandate bis zum Registereintrag sind nahezu alle Formen der Kaiser- und Königsurkunden vertreten. Für die Diplomatik, vor allem für die Lehre dieses Faches, ist das Tafelwerk von Sybel/Sickel ein unschätzbares Hilfsmittel. Aber auch alle anderen Fachrichtungen, die sich mit dem Mittelalter beschäftigen, greifen häufig auf das Abbildungswerk zurück.

Bibliografische Angaben:
[Kaiserurkunden in Abbildungen. Hrsg. von Heinrich von Sybel..., Berlin 1891]

Decretum magistri Gratiani (Corpus Iuris Canonici, Teil 1)

Decretum magistri Gratiani (Corpus Iuris Canonici, Teil 1)

Kooperationspartner: Monumenta Germaniae Historica

Das Decretum Gratiani bildet den ersten Teil des später im Corpus Iuris Canonici zusammengefassten römisch-katholischen Kirchenrechtes. Es ist nach seinem Verfasser, dem Mönch und Rechtsgelehrten Gratian benannt, der in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts in Bologna lebte. Sein Hauptwerk, das Decretum (oder: Concordia discordantium canonum) entstand vermutlich um 1140. Gratian sammelte hierfür fast 4.000 Texte kirchenrechtlichen Inhalts, unter anderem Konzilsbeschlüsse (canones) und päpstliche Entscheidungen (decretales), die er mit eigenen Kommentaren (dicta) versah [hg. von Emil FRIEDBERG, Corpus iuris canonici 1. Leipzig 1879 (ND Graz 1959]. Die Edition FRIEDBERGS wurde bereits Mitte der 80er Jahre durch die Monumenta Germaniae Historica mittels OCR (Optical Character Recognition) digital erfasst und in Form einer Konkordanz aufbereitet [Wortkonkordanz zum Decretum Gratiani, hg. Timothy REUTER - Gabriel SILAGI (MGH Hilfsmittel 10) München 1990]. Diese Konversion bezog sich aber nur auf den Text der Edition, nicht aber auf die Fußnoten.

Bibliografische Angaben:
[Gratianus (de Clusio): Decretum magistri Gratiani. Ed. Lipsiensis secunda post Aemilii Ludovici Richteri curas ad librorum manu scriptorum et editionis Romanae fidem recognovit et adnotatione critica instruxit Aemilius Friedberg. - Unveränd. Nachdr. der Ausg. Leipzig 1879. Graz 1959 (Corpus iuris canonici ; 1)]

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Datenbestand: 1.045.795 Digitalisate

neuHartmann Schedels persönliche Bibliothek Hartmann Schedel ist heute vor allem durch die 1493 in Nürnberg erschienene Weltchronik bekannt. Seine Bibliothek gilt als die umfassendste private Büchersammlung in Deutschland, die sich aus dem 15. Jahrhundert erhalten hat. In der Bayerischen Staatsbibliothek haben sich bis heute über 370 Handschriften und 460 Drucke aus dem Besitz von Hartmann Schedel erhalten.

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V. 3.5.9 | 25.08.2014