Workshop Die Archivierung des Web als Mittel des digitalen Bestandsaufbaus: Eine Standortbestimmung.

Termin: 10.03.2016, 11.00 - 16.30 Uhr

Die Sammlung und Archivierung von Websites hat sich seit Ende der 1990er-Jahre in einer Reihe von kulturbewahrenden Einrichtungen weltweit zu einem neuen Tätigkeitsfeld entwickelt. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass sich ein stetig wachsender Teil an wissenschaftlich relevanten Veröffentlichungen ausschließlich in digital generierten Erscheinungsformen manifestiert. Einen konzeptionellen Mosaikstein in der durchaus komplexen und umfassenden Aufgabe von Bibliotheken, Archiven und Forschungseinrichtungen den für die Wissenschaft relevanten digitalen Output zu erfassen und zu archivieren, kann dabei die Webarchivierung bilden. Zum Abschluss des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts "Langzeitarchivierung von Websites durch Gedächtnisinstitutionen" soll daher der Stand der Websitearchivierung als Mittel des digitalen Bestandsaufbaus in Deutschland ausführlich beleuchtet werden.

Neben den zentralen Erkenntnissen des Projekts, insbesondere im Hinblick auf den Aspekt der Kooperation, die von der Bayerischen Staatsbibliothek und der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky präsentiert werden, wird auch die Deutsche Nationalbibliothek einen Einblick in die Erfahrungen ihres ersten Crawls der .de-Domain geben. Des Weiteren werden auch das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg und die Hanns-Seidel-Stiftung von der Praxis einer verteilen Aufgabenwahrnehmung bei der Archivierung von Internetressourcen bzw. Inhalten aus sozialen Netzwerken berichten. Neue Perspektiven liefern ein Vortrag aus dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, der über das klassische Harvesting hinausgehende Verfahren zur Sicherung von Webpräsenzen darstellt sowie eine Präsentation zu Nutzungsszenarien von Webarchiven aus der Sicht den Wissenschaften.

11:00 - 11:30
Begrüßung und Einführung: Überlegungen zum digitalen Bestandsaufbau (Klaus Kempf, Bayerische Staatsbibliothek)
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11:30 - 12:00
Langzeitarchivierung von Websites durch Gedächtnisinstitutionen: Lessons learned (Tobias Beinert, Bayerische Staatsbibliothek)
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12:00 - 12:30
Webarchivierung an der SUB Hamburg: Ziele, Erfahrungen, Perspektiven (Edgar Schumacher, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)
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12:30 - 13:00
Erfahrungsbericht der Deutschen Nationalbibliothek zum ersten Crawl der .de-Domain (Tobias Steinke, Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt a. M.)
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13:00 - 13:45
Mittagspause

13:45 - 14:15
Aufgabenteilung und Partnerschaft bei der Webarchivierung mit SWBContent (Stefan Wolf, Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, Konstanz)
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14:15 - 14:45
Möglichkeiten und Grenzen der Archivierung von Inhalten aus sozialen Netzwerken (Katharina Köhn, Hanns-Seidel-Stiftung, München)
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14:45 - 15:00
Kaffeepause

15:00 - 15:30
Netzliteratur authentisch archivieren und verfügbar machen (Stephanie Kuch, Deutsches Literaturarchiv, Marbach)
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15:30 - 16:00
Webarchiving from a Digital Humanities perspective (Dr. Gabor Toth, Universität Passau)
[PDF]

16:00 - 16:30
Abschlussdiskussion