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Musikhandschriften der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts

Musikhandschriften der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts

Die Musikhandschriften der 1537 gegründeten Staats- und Stadtbibliothek Augsburg nehmen innerhalb der Renaissance-Bestände der Fuggerstadt eine bedeutende Stellung ein. Sie stammen großenteils aus Augsburger Klöstern und Stiften. Besonders hervorzuheben sind die Musikalien aus dem ehemaligen Benediktiner-Reichsstift Sankt Ulrich und Afra mit einer bedeutenden Sammlung großformatiger Chorbücher, darunter die reich mit Buchmalerei ausgestatteten Magnificat-Kompositionen Orlando di Lassos (Tonk Schl 13).

Die kulturelle Bedeutung Augsburgs und des bürgerlichen Musiklebens zur Zeit Kaiser Maximilians I. spiegelt sich im sogenannten „Augsburger Liederbuch“, das eine Kompilation von Motetten, Chansons und Liedern des frühen 16. Jahrhunderts enthält (2 Cod 142a). Der Band trägt das Exlibris der Patrizierfamilie Herwart und überliefert teils unikal Stücke von damals hochangesehenen und bedeutenden Komponisten wie Ludwig Senfl, Heinrich Isaac, Jacob Obrecht, Josquin Desprez, Alexander Agricola und anderen.

Neben den vollständig digitalisierten Quellen werden auch die thermografierten Wasserzeichen bereitgestellt.

Digitale Sammlungen der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Förderung
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