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Im Jahre 1885 gründete Friedrich Bruckmann die erste deutsche Kunstzeitschrift "Die Kunst für Alle", die von Friedrich Precht herausgegeben wurde. 1897 gründete Bruckmann zusammen mit Julius Meier-Graefe das Magazin "Dekorative Kunst - Illustrierte Zeitschrift für angewandte Kunst". Beide Magazine wurden 1900 unter dem Titel "Die Kunst" in einer Gesamtausgabe zusammengefasst. Allerdings erschienen die Bände mit gerader Zählung von 1900 bis 1929 parallel auch weiter separat unter dem Titel "Dekorative Kunst". Der Schwerpunkt dieses Magazins liegt im Bereich der Architektur. Landsitze, Villen oder Gewerbebauten werden in zahlreichen, zum Teil farbigen Fotografien gezeigt, ihre Bauweisen wie auch ihre Innenausstattungen betrachtet. Weitere große Themen sind die Landschaftsarchitektur und die Garten- oder Parkgestaltung.
Daneben finden sich in der Zeitschrift Besprechungen von Entwürfen für Kriegsdenkmäler, Entwürfe von diversen Gedenkmedaillen, Artikel über Skulpturen und Malerei oder Betrachtungen von Arbeiten von Porzellanmanufakturen. Insgesamt wird ein sehr breites Spektrum der Kunst abgedeckt. Mit Unterstützung der Universitätsbibliothek der TU München, die fehlende Bände zur Ergänzung von Lücken zur Verfügung stellte, konnten sämtliche Jahrgänge der Dekorativen Kunst aus bestandserhalterischen Gründen digitalisiert werden.