3D-Digitalisierung

3d-Digitalisierung

Neben der Digitalisierung von zweidimensionalen Vorlagen wie Texten, Karten oder Bildern widmet sich das Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ) der Bayerischen Staatsbibliothek auch der Kulturgutdigitalisierung in 3D. Die Anfänge der 3D-Digitalisierung reichen bis in das Jahr 2007 zurück und führten 2012 zur Einrichtung eines eigenen Sachbereichs 3D am MDZ. Im Rahmen des durch den Freistaat Bayern finanzierten Projekts bavarikon stehen mittlerweile mehrere Dutzend 3D-Modelle aus Archiven, Bibliotheken und Museen in Bayern zur interaktiven Online-Betrachtung zur Verfügung. Die farbige, fotorealistische 3D-Vermessung von Kulturgütern, wie diese durch das MDZ durchgeführt wird, ist oft ein komplizierter Prozess, da die vielfältige Materialität der Kulturobjekte eine aufwändige und langwierige Nachbearbeitung notwendig macht, beispielsweise wenn Glanz oder Licht in die Oberflächen eindringt. Für die 3D-Vermessung kommen neben einer Vielzahl komplexer Soft- und Hardware zwei unterschiedliche Scansysteme zum Einsatz, um fotorealistische digitale Abbilder der Kunstwerke herzustellen. Neben einem 3D-Streifenlichtscanner zur Erfassung kleiner bis mittelgroßer Formate (ca. 2 bis 250 cm) steht ein Laserscanner zur Verfügung, der für große Objekte, Architektur oder historische Räume (ca. 2 bis 20 m) eingesetzt werden kann.

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Die Nachbearbeitung der Scandaten erfolgt mit der jeweiligen Scannersoftware sowie beim Postprocessing von Punktwolken mit verschiedenen Programmen, die aus den Bereichen Reverse Engineering und Computerspiele stammen. In einem langwierigen Verfahren werden die Einzelscans fehlerkorrigiert, zusammengesetzt und zu einer Gesamtpunktwolke zusammengefügt. Anschließend wird die Punktwolke in ein Gitternetz umgewandelt. Das Gitternetzmodell wird durch Texture Mapping mit Digitalfotos koloriert, sodass ein farbiges fotorealistisches 3D-Modell entsteht.

Zur Darstellung im Internet müssen die hoch aufgelösten – und daher sehr großen Dateien – in einem aufwändigen Vorgang vom Umfang her reduziert und dadurch leichter übertragbar gemacht werden. In einem eigens vom MDZ für bavarikon entwickelten 3D-Viewer können neben Farbigkeit und Glanz auch die virtuelle Lichtquelle individuell gesteuert werden.

Ein neuer Workflow zur farbverbindlichen 3D-Digitalisierung befindet sich im Aufbau, um die Farbqualität der 3D-Modelle noch näher an das Original anzugleichen.

Hier finden Sie einige 3D-Modelle der Bayerischen Staatsbibliothek in bavarikon:

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Täglich aktuell: Neue Digitalisate in den Digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek. Titel online: 2.182.424

[11.12.2017]

Neu in <i>bavarikon</i> im November 2017Neu in bavarikon im November 2017

Neu in <i>bavarikon</i> im November 2017

Neu in bavarikon in diesem Monat: Aus dem Landesamt für Digitalisierung zahlreiche Kupferstiche von Michael Wening, aus der Bayerischen Staatsbibliothek 64 Musikalische Cimelien und 121 Nachlass-Objekte, sowie aus dem Deutschen Medizinhistorischen Museum eine Aderlass-Lanzette und ein Zahnwurm als 3D-Objekte. Die Anzahl der Objekte in bavarikon erhöht sich damit auf 229.445.

[20.11.2017]

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Version 3.8.7 | 25.10.2016

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