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Die Sammlung der Codices hebraici (Cod.hebr.) in der Bayerischen Staatsbibliothek ist mit rund 700 Einheiten inklusive 183 Fragmenten eine der größten und bedeutendsten im deutschsprachigen Gebiet. Ihre Entstehungszeit erstreckt sich vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Neben der überwiegenden Form des gebundenen Buches (Codex) gibt es auch zahlreiche Thora- und Esther-Rollen. Auch wenn die hebräischen Handschriften aufgrund ihrer Sprache den Orientalia zugerechnet werden, so sind sie doch zumeist in Europa (v. a. Deutschland, Frankreich und Spanien) entstanden. Das mit Abstand bedeutendste Stück der Sammlung stellt der weltberühmte Baylonische Talmud (Cod.hebr. 95) dar, der 1342 in Frankreich entstand und als einziger mittelalterlicher Codex diesen Text (63 Traktate) beinahe vollständig überliefert hat.