Pilotphase [Cgm] zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften: Digitalisierung deutschsprachiger Pergamenthandschriften aus der BSB

Pilotphase [Cgm] zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften: Digitalisierung deutschsprachiger Pergamenthandschriften aus der BSB

Im Juni 2013 genehmigte die DFG eine zweijährige Pilotphase zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften an den deutschen Handschriftenzentren (s.a. Projektdokumentation).

Auf der Grundlage der praktischen Erfahrungen aus sieben Digitalisierungsprojekten wird durch die Projektpartner in Abstimmung mit der Wissenschaft und den Trägern der Informationsinfrastrukturen ein Masterplan erarbeitet, der als Entscheidungsgrundlage für eine zukünftige DFG-Förderlinie zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften dienen soll. Die projektübergreifenden Organisations- und Koordinationsarbeiten sind an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelt.

Neben Priorisierungsfragen steht die Entwicklung einer Infrastruktur im Mittelpunkt, die bestandshaltenden Institutionen in ganz Deutschland die Digitalisierung relevanter Bestände auf hohem, den aktuellen Standards entsprechendem Niveau ermöglicht. Zentraler Zugriffspunkt für Digitalisate wie für zugehörige Meta- und wissenschaftliche Beschreibungsdaten ist das deutsche Handschriftenportal Manuscripta Mediaevalia, das für diese Anforderungen technisch weiterentwickelt wird.

Die BSB ist an der Pilotphase Handschriftendigitalisierung mit der Digitalisierung von Handschriften aus dem Teilbestand der deutschsprachigen Pergamenthandschriften Cgm 1-200 beteiligt. In diesem sind fast ausschließlich mittelalterliche Codices enthalten, darunter herausragende Zimelien unterschiedlichster Provenienz.

Zu den Spitzenstücken des Fonds gehören Handschriften aus dem Besitz der bayerischen Herzöge, etwa der im Auftrag Herzog Albrechts IV. von Bayern erstellte monumentale Kodex mit dem Widmungsexemplar des Buches der Abenteuer des Ulrich Füetrer (Cgm 1) oder das deutsche Breviarium für Kaiser Friedrich III. (Cgm 67 und 68). Enthalten sind ferner bedeutende Textzeugen der deutschen Literatur des Mittelalters: Zu nennen wären zwei Handschriften des Nibelungenliedes (Cgm 31 und 34), von denen die Leithandschrift A inzwischen auch in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen worden ist, aber auch die einzige erhaltene Handschrift des Frauendienstes des Ulrich von Lichtenstein (Cgm 44) oder der Tristan Gottfrieds von Straßburg mit der Fortsetzung von Ulrich von Türheim (Cgm 51). Zu den ältesten Stücken zählen bedeutende Textzeugen der frühesten Stufen der Volkssprachen; der Fonds weist ferner einen beträchtlichen Anteil von Handschriften mit Buchmalerei auf.

Im Rahmen der Pilotphase sollen mit Förderung durch die DFG etwa 145 deutschsprachige Handschriften vom Original digitalisiert und im Internet zugänglich gemacht werden. Aufgrund der Besonderheiten dieses Fonds ist mit einer erhöhten Zahl von Handschriften zu rechnen, deren Digitalisierung besonderen Aufwand erfordert. Die Digitalisate sollen mit dem in Manuscripta Mediaevalia erfassten Volltext der Handschriftenbeschreibungen verlinkt und mit Strukturdaten für die Navigation angereichert werden, also u.a. Einstiegspunkte für Textanfänge bieten.

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