Pilotphase [Cgm] zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften: Digitalisierung deutschsprachiger Pergamenthandschriften aus der BSB

Pilotphase [Cgm] zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften: Digitalisierung deutschsprachiger Pergamenthandschriften aus der BSB

2013-2015 wurde im Auftrag der DFG eine Pilotphase zur Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften durchgeführt. Sie umfasste insgesamt sieben Digitalisierungsprojekte, die an den deutschen Handschriftenzentren angesiedelt waren; die projektübergreifenden Organisations- und Koordinationsarbeiten wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek übernommen.

Deutsche Handschriftenzentren

Die abschließende Dokumentation zur Pilotphase Handschriftendigitalisierung wurde auf Wunsch der DFG auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Handschriftenzentren veröffentlicht. Sie umfasst die vorgeschlagenen Priorisierungskriterien für Digitalisierungsanträge („Masterplan“), einen Muster-Workflow als Planungshilfe für künftige Antragsteller sowie eine umfassende Zusammenfassung der Ergebnisse der Pilotphase.

Dokumentation zur Pilotphase Handschriftendigitalisierung

Informationen zur DFG-Förderlinie Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften

Ferner stand die Entwicklung einer Infrastruktur im Mittelpunkt, die bestandshaltenden Institutionen in ganz Deutschland die Digitalisierung relevanter Bestände auf hohem, den aktuellen Standards entsprechendem Niveau ermöglicht. Die DFG genehmigte Ende 2018 die Neuentwicklung eines nationalen Handschriftenportals, an dem die BSB als Projektpartner beteiligt ist.

Die BSB war an der Pilotphase Handschriftendigitalisierung mit der Digitalisierung von Handschriften aus dem Teilbestand der deutschsprachigen Pergamenthandschriften Cgm 1-200 beteiligt. In diesem sind fast ausschließlich mittelalterliche Codices enthalten, darunter herausragende Zimelien unterschiedlichster Provenienz.

Zu den Spitzenstücken des Fonds gehören Handschriften aus dem Besitz der bayerischen Herzöge, etwa der im Auftrag Herzog Albrechts IV. von Bayern erstellte monumentale Kodex mit dem Widmungsexemplar des Buches der Abenteuer des Ulrich Füetrer (Cgm 1) oder das deutsche Breviarium für Kaiser Friedrich III. (Cgm 67 und 68). Enthalten sind ferner bedeutende Textzeugen der deutschen Literatur des Mittelalters: Zu nennen wären zwei Handschriften des Nibelungenliedes (Cgm 31 und 34), von denen die Leithandschrift A inzwischen auch in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen worden ist, aber auch die einzige erhaltene Handschrift des Frauendienstes des Ulrich von Lichtenstein (Cgm 44) oder der Tristan Gottfrieds von Straßburg mit der Fortsetzung von Ulrich von Türheim (Cgm 51). Zu den ältesten Stücken zählen bedeutende Textzeugen der frühesten Stufen der Volkssprachen; der Fonds weist ferner einen beträchtlichen Anteil von Handschriften mit Buchmalerei auf.

Im Rahmen der Pilotphase sollen mit Förderung durch die DFG etwa 145 deutschsprachige Handschriften vom Original digitalisiert und im Internet zugänglich gemacht werden. Aufgrund der Besonderheiten dieses Fonds ist mit einer erhöhten Zahl von Handschriften zu rechnen, deren Digitalisierung besonderen Aufwand erfordert. Die Digitalisate sollen mit dem in Manuscripta Mediaevalia erfassten Volltext der Handschriftenbeschreibungen verlinkt und mit Strukturdaten für die Navigation angereichert werden, also u.a. Einstiegspunkte für Textanfänge bieten.

Förderung:
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Neue Digitalisate in unseren SammlungenNeue Digitalisate in unseren Sammlungen

Täglich aktuell: Neue Digitalisate in den Digitalen Sammlungen der Bayerischen Staatsbibliothek. Titel online: 2.522.030

[13.08.2020]

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Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht 2019 der Bayerischen Staatsbibliothek ist online verfügbar.

[11.08.2020]

2,5 millionstes Digitalisat online!

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Die Bayerische Staatsbibliothek hat soeben ihr 2,5 millionstes Digitalisat online gestellt. Damit sind rund 70 Prozent ihres urheberrechtefreien Bestandes frei im Internet zugänglich. Dies ermöglicht Wissenschaft, Forschung und der breiten Öffentlichkeit einen schnellen und einfachen Zugang zu bedeutenden digitalen Kultur- und Wissensschätzen.

Weitere Informationen

[12.11.2019]

Digitalisierte Zeitungen: Weitere 1,2 Millionen Seiten online!

Digitalisierte Zeitungen: Weitere 1,2 Millionen Seiten online!

Ab sofort stehen in digiPress, dem Zeitungsportal der Bayerischen Staatsbibliothek, 16 neue und 183 ergänzte Zeitungsunternehmen mit 1,2 Millionen Seiten zur Verfügung. Mittlerweile umfasst das Portal für historische Zeitungen mehr als 7,8 Millionen digitalisierte Seiten.
digiPress zeichnet sich dabei durch eine hohe Nutzungsfreundlichkeit aus. So bietet das Portal einerseits eine Sortiermöglichkeit aller Titel nach dem Verbreitungsort. Andererseits ermöglicht die Kalenderübersicht einen datumsorientierten und damit titelübergreifenden Einstieg. Alle digitalisierten Titel können über die Titelliste einzeln aufgerufen werden und sind im Volltext komplett durchsuchbar.
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Weitere Informationen und Übersicht der neuen Titel

[13.06.2018]

Sir Francis Drakes letzte Reise (1595/96)Sir Francis Drakes letzte Reise (1595/96)

Sir Francis Drakes letzte Reise (1595/96)

Die Handschrift Cod.angl. 2 gehört zu den bedeutendsten englischsprachigen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek. Sie beinhaltet Schriften und Briefe zur englischen Seefahrt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Am Anfang der Handschrift steht ein Logbuch der letzten Reise des englischen Weltumseglers Sir Francis Drake (um 1540 – 1596). Die Einträge darin umfassen den Zeitraum vom 28. August 1595 bis zum 10. Mai 1596 und beschreiben Tag für Tag den Kurs eines der Schiffe, das an Drakes letzter Expedition nach Westindien (Westindische Inseln) teilnahm. Auch besondere Ereignisse und die zurückgelegte Wegstrecke sind festgehalten. Auf Blatt 13v oben ist der Tod von Sir Francis Drake vermerkt, der 28. Januar 1596.
Die digitalisierte Handschrift wird nun im IIIF-Standard und über den sogenannten Mirador-Viewer bereitgestellt. Um die Lesbarkeit zu ermöglichen, sind den nur mühsam zu entziffernden Einträgen des Logbuchs Transkriptionen als digitale Annotationen beigefügt.

Mehr Informationen
Direkt zum annotierten Logbuch

[03.04.2019]

Virtuelle Führung durch das ScanZentrum des MDZVirtuelle Führung durch das ScanZentrum des MDZ

Virtuelle Führung durch das ScanZentrum des MDZ

In einem ca. fünfminütigen Film gibt das MDZ einen Überblick über die digitale Produktion in der Bayerischen Staatsbibliothek.

[28.11.2018]

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Version 3.8.7 | 25.10.2016

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